• Reisegruppe Regenbogen
jan. – jun. 2023

Weltreise 2023

Endlich geht es weiter... Was 2019 begann, wird nun fortgesetzt. Die Lust auf Reisen und das Gefühl von Freiheit sind ungebrochen.
Wir sind einfach dankbar, ein zweites Mal starten zu können.
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  • Het begin van de reis
    5 januari 2023

    Freilassing - neue Pläne

    14 oktober 2022, Duitsland ⋅ ☁️ 14 °C

    Servus zusammen,

    ja, ihr lest richtig! Wir sind es wieder.
    Und wie ihr euch schon denken könnt, nutzen wir dieses Medium, um euch auf unser nächstes Abenteuer mitzunehmen.

    Wie die meisten schon wissen, endete der erste Teil unserer Weltreise in diesem berühmt berüchtigten März 2020, der die Welt wie wir sie alle bis dato kannten, unwiderruflich verändert hat.

    Knapp 3 Jahre nach dieser überraschenden Zwangspause haben wir uns entschieden es erneut zu wagen.🏝️

    Nachdem wir den Großteil der letzten 2,5 Jahre in Salzburg, bzw. Freilassing verbracht haben, werden wir im Januar 2023 den zweiten Teil unserer Reise starten. 🍾🙏😎

    Wir hatten eine gute Zeit in Bayern bzw. Salzburg, jedoch wird es Zeit für etwas Neues und das wir die Reise beim ersten Anlauf nicht beenden konnten wie geplant, fühlt sich ein wenig "unerledigt" an.🗺️

    Es heißt also wieder raus aus den Jobs, raus aus der Wohnung und was übrigbleibt, rein in den Rucksack und auf geht's.💺

    Der Auszug aus unserer Wohnung findet Mitte Dezember statt, im Anschluss startet unsere "Auf-Wiedersehen-Tournee" durch Deutschland und Österreich. Am 5. Januar geht es dann los.
    Ratet wohin? Ja, wer uns schon kennt, es kann an dieser Stelle nur nach Bangkok gehen!🙏

    Der Teil der Reise wird ein wenig anders ablaufen. Statt eine Route festzulegen, werden wir flexibler unterwegs sein und von Land zu Land planen, um notfalls auf das böse C-Wort reagieren zu können und wer weiß, was sich die gestörten Putins dieser Welt noch einfallen lassen.
    Sicherheit und mehr Flexibilität sind dieses Mal oberstes Gebot!🧐

    Da nun einige organisatorische Dinge anfallen, möge uns verziehen sein, dass es ein wenig dauern wird bis wir wieder regelmäßig posten, aber ab Januar halten wir euch wieder up to date.🥰

    In diesem Sinne: Wir freuen uns, wenn ihr wieder Teil dieses Abenteuers sein werdet, lässt gerne eure Kommentare da.
    Viel Spaß beim Lesen😎

    Liebe Grüße
    Simone & Svenja
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  • Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

    6 november 2022, Duitsland ⋅ ☀️ 5 °C

    Servus zusammen und guuuuuuten Moooooorgäääään Welt!

    Es wird wieder Zeit für ein kleines Update, denn die Vorbereitungen sind in vollem Gange.🎊

    Die Wohnung ist gekündigt, genau wie unsere Jobs und wir sind schon sehr fleißig dabei unsere Möbel und Habseligkeiten zu verkaufen. 🎉

    Um ehrlich zu sein sind wir selbst überrascht wie weit wir schon sind. Aber eine Couch zu besitzen wird völlig überbewertet🤣

    Ein Nachmieter ist auch schon gefunden und in den nächsten Wochen wird sich die Wohnung weiter leeren. Deadline ist der 15. Dezember.

    An diesem Tag verabschieden wir uns aus Freilassing und es geht zunächst nach Ostfriesland, der ersten Station auf unserer "Auf-Wiedersehen-Tournee".
    Zwischendurch wird es einen kleinen Stopp im Ruhrgebiet geben und im Anschluss ab nach Osttirol. 🇩🇪🇦🇹

    Am 4. Januar geht es dann endlich los und das nächste große Abenteuer beginnt dann offiziell 🚆✈️

    Wir freuen uns schon wahnsinnig, schön das ihr dabei seid! 🥰
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  • Frohe Weihnachten

    25 december 2022, Duitsland ⋅ ☁️ 8 °C

    Frohe Weihnachten wünschen wir euch allen von ganzem Herzen.🥂🎊

    Wir genießen die vorerst letzten Tage im Kreise unserer Liebsten und freuen uns schon auf den Beginn unserer Reise. Noch 11 Tage.⏳

    So groß die Freude auch ist, fällt es doch auch ein wenig schwer, geliebten Menschen vorerst "Auf Wiedersehen" zu sagen.🌻

    Genießt einfach die Zeit mit Menschen, die euch am Herzen liegen, denn Zeit ist unser höchstes Gut. Und quality time mit den Besten verbringen zu dürfen ist einfach unbezahlbar. 💐

    Ihr werdet uns fehlen🥰

    Wir sind dankbar so tolle Menschen um uns herum zu haben 🥰

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  • Auf die Plätze...fertig...Weltreise

    10 januari 2023, Thailand ⋅ 🌧 24 °C

    Savadee kha zusammen,

    nach dem ich die letzten Wochen etwas schreibfaul war, möchte ich heute meinen ersten Blogeintrag mit euch teilen.🎉

    Wir sind tatsächlich wieder unterwegs und so richtig können wir es selbst noch nicht glauben.

    Vor 6 Tagen saßen wir noch im Schnee in Kartitsch in Osttirol und plötzlich hocken wir bei 28 Grad in Bangkok bzw. mittlerweile auf Koh Chang. Verrückt das Ganze. Schon wieder.🤣

    Zunächst möchte ich an dieser Stelle noch einmal sagen, dass wir unglaublich dankbar und glücklich sind, dass wir die Möglichkeit haben ein solches Abenteuer erleben zu dürfen. Nochmal erleben zu dürfen muss man ja sagen. Wir sind uns dieses Privileges durchaus bewusst und freuen uns sehr, dass so viele Menschen uns begleiten und mitfiebern 🥰

    Am 4. Januar 2023 ging es zunächst mit dem Zug nach München, wo wir noch eine Nacht in einem Flughafenhotel verbracht haben. Bayern hat uns auch standesgemäß verabschiedet... Nämlich mit kaltem Wind, Regen, einer Rezeptionistin, die sich nicht auskannte somit kein Restaurant empfehlen konnte und einem Google Eintrag eines Restaurants, das wir nach einem 20 Minuten Marsch (1,5KM !) erreichten um festzustellen, dass es geschlossen ist. Bayern? Einfach nicht unseres. 🙄

    Am nächsten Tag ging dann unser Flug. 10:30 nonstop. Laaanges stillsitzen war also für mich und meine liebe Moni angesagt. War OK. Zwischenlanden finde ich trotzdem besser. Mir ist klar, dass ich auf hohem Niveau heule.🤣

    In Bangkok angekommen und völlig Banane im Schädel ging es dann zum Hotel. Der Taxifahrer hatten einen vollen Kofferraum und wir mussten mit unserem gesamten Gepäck auf der Rückbank Platz nehmen. War genau Simones Ding...nicht 🤣 Im Hotel angekommen erhielten wir die Nachricht: Check-in erst ab 14:00. Kein Ding. War ja schließlich schon 8:00 🙄🤣

    Wir also rauf zum Pool, ab ins Wasser und rein in die Sonne.☀️ So weit so gut.
    Raus aus dem Wasser, ab auf die Sonnenliege und Schlaf aufholen... Soweit der Plan. Drei Kinder aus den Niederlanden sahen das Ganze etwas anders. Brüllend und spritzend holten die kleinen Teufel alles raus, was ihre kleinen schrillen Kehlen her gaben. Und das war eine Menge. Zu viel. Um 10:00 stapfte meine geliebte Frau an die Rezeption. Um 11:00 hatten wir unser Zimmer. Das Wortgefecht...kann ich nicht zitieren. Ich war nicht dabei. Aber wer sie kennt...🤣

    Der Rest des Tages verlief entspannt. Die Nacht dann leider weniger, weil die Klimaanlage im Zimmer selbst mit Ohropax der Horror war. 🤨

    Am nächsten Tag wollten wir ein wenig shoppen in Bangkok. Zunächst ging es auf den Weekend Market, danach auf die Khao San Road.
    Auf der bei Reisenden beliebten Backpacker Straße wollten wir dann ein Bier trinken. Am nächsten Tag sollte es weiter nach Koh Chang gehen.🤣 So weit Plan A. Doch dann kam alles anders.

    Ich fasse den Abend so zusammen... Eine Deutsche und eine Österreicherin gehen in Thailand in eine Bar und treffen 3 Briten und einen Schweden.... 5 Tequila später war klar, dass ich keine Busfahrt nach Koh Chang am nächsten Tag über die Bühne bringe. Simone war so clever jede Runde Tequila über ihre linke Schulter zu kippen. Den Trick habe ich aber erst bei meinem letzten Shot durchschaut. Blöd. 🤣 Simone wusste schon das es keine Busfahrt am nächsten Tag geben würde. Ich war noch bis 6:00 morgens am nächsten Tag überzeugt nach Koh Chang reisen zu können. 🤷🏼‍♀️
    Bei dem Versuch zu frühstücken wurde mir dann klar.... Könnte schwierig werden. Und das lag nicht daran, dass ich einen Skorpion gegessen habe 🦂
    So verlängerten wir unseren Aufenthalt in Bangkok spontan und ich erinnere mich wieder genau daran, warum ich eigentlich nie Schnaps trinke. 🫗 Die eine Ausnahme bestätigte wieder einmal die Regel. Ob Diplomatico oder Tequila.... Ich bin raus Freunde 🤣

    Die Anreise nach Koh Chang verlief unkompliziert außer der Tatsache, dass es zur Zeit nur eine Busverbindung gibt und die startet um 5:00 in Bangkok. Und ich meine 5:00 nicht 17:00 😝
    Um 4:30 holten uns zwei Rollerfahrer ab, um uns zum Bus zu bringen. Das wir zwei Rucksäcke dabei hatten fanden die zwei Fahrer maximal lustig.🤣 Ich auch. 🤣 Simone ging so. 🤣

    Aber wir sind heil angekommen und heute war unser erster richtiger Tag auf Koh Chang inklusive ausschlafen, tollem Frühstück, lecker Thai Essen, chilligen Bars ohne Tequila und einem herrlichen Strandspaziergang 😎

    Endlich geht es richtig los und wir freuen uns auf alles was vor uns liegt.

    Passt auf euch auf und bis bald🥰
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  • Koh Chang - chilliger geht's nicht

    19 januari 2023, Thailand ⋅ ⛅ 27 °C

    Sorry, meine Frau hat ein neues Handy und Technik begabt wie sie nunmal ist, hat sie meinen Koh Chang Artikel gelöscht. Statt sich auszuloggen. Ohne Worte. 🤷🏼‍♀️🤦🏼‍♀️🤣

    Savadee Kha zusammen,

    was soll ich sagen, wir sind zum ersten Mal auf unserer Tour "gestrandet". Das der Begriff mehr als passend ist, werdet ihr anhand der Fotos sehen 🤣

    Ihr werdet es vielleicht kaum glauben, aber wir sind noch immer auf Koh Chang. Und das seit dem 9. Januar. Unser Leben ist gerade extrem entschleunigt und die größten Herausforderungen liegen darin, aus dem Überangebot an Traumstränden den Strand des Tages zu erwählen und ein gutes Frühstück zu finden. Gutes Frühstück heißt nämlich auch zeitgleich teures Frühstück. Mit teuer meine ich für thailändische Verhältnisse. Ich spreche hierbei von 5€ für ein Frühstück mit Getränk. Ja, liebe Europäer ihr fragt euch jetzt ob ich einen Knall habe. 😝Ich möchte jedoch an der Stelle darauf hinweisen, dass unser heutiges Abendessen, bestehend aus je einem Reisgericht mit Garnelen und einer 1,5l Flasche Wasser (ja, man höre und staune 🤣) 3,40 € für uns beide zusammen gekostet hat.🤣 Ein 5€ Frühstück pro Person ist entsprechend geradezu Wucher🧐
    Die 3,40€ sind übrigens inklusive Service, denn wir waren in einem Restaurant 🤣 Naja, auch hier gilt wieder die Perspektive Thailand: man nehme 10 Plastiktische, 40 Plastikstühle, einen Gaskocher eine Wokpfanne und fertig ist das Restaurant 🤣
    Aber es schmeckt.... unfassbar gut 😎
    Ihr seht, das Leben meint es gerade gut mit uns. Wir verbringen unsere Tage mit Roller fahren, um neue Traumstrände zu finden, Kayak fahren, schnorcheln, schwimmen und wundervollen Sonnenuntergängen 🥰

    Tattoos gab es übrigens auch.... Was wäre Koh Chang ohne ein neues Tattoo???🤣

    Unsere Weiterreise haben wir für den 22.1.23 geplant. Diese wird es auf jeden Fall in sich haben, da wir zunächst mit dem Bus zurück nach Bangkok fahren, dort ca. 1 Stunde Aufenthalt haben und dann mit dem Nachtbus nach Champong weiterfahren. Dort nehmen wir dann am nächsten Morgen die Fähre nach Koh Tao und sind somit auf der nächsten Insel unterwegs 🏝️

    Zurück zu Koh Chang: hat sich seit unserem letzten Besuch im Oktober 2019 insofern verändert, als das die Insel sehr ruhig geworden ist und die Menschen unter COVID extrem gelitten haben. Viele der Shops sind leer, einige Restaurants und Unterkünfte sind pleite gegangen und der Nachtmarkt in Whitesand ist noch maximal 25% von dem was er einst war. Im Moment ist Koh Chang so wie es vor 20 Jahren war. Das ist auf der einen Seite schön, auf der anderen Seite tut es einem schon weh zu sehen, wie weitreichend die Folgen der Pandemie die Menschen hier getroffen hat. 🥺 Allerdings verbessert sich die Lage nach und nach und die Menschen sind voller Hoffnung, dass der Tourismus wieder so stark wird, wie er vor 2020 war.
    Vor der Pandemie haben 20 Millionen Menschen pro Jahr Thailand bereist.
    Im Jahr 2021 waren es gerade einmal 200.000. Es gibt keine staatlichen Hilfsprogramme und die Menschen sind auf sich selbst gestellt. 🤨
    Nichtsdestotrotz sind die Thais einfach unglaublich liebe, hilfsbereite Menschen, die immer ein Lächeln auf den Lippen haben und das Leben nehmen wie es kommt. 🙏

    Da sieht man Mal wieder sehr deutlich, dass wir in Europa (zumindest in einigen Ecken) wenig zu jammern haben.

    Simone hat jetzt gleich einen "Termin" zur Thai Massage am Strand, während ich in einer Beachbar Englisch Unterricht habe, um mein Sprachlevel auf die nächste Ebene zu heben. 🤣 Meine Lehrerin sitzt in Südafrika und ich bin der Digitalisierung ein weiteres Mal dankbar 🙏

    In diesem Sinne, habt bald ein schönes Wochenende 🙏🥰

    Liebe Grüße aus Thailand
    Simone & Svenja
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  • Koh Tao - oder auch nicht

    25 januari 2023, Thailand ⋅ 🌧 28 °C

    Savadee kha zusammen,

    es wird Zeit für unser nächstes Update.
    Seit unserem letzten Artikel hat sich einiges getan und wir wollten eigentlich jetzt auf Koh Tao sein.
    Wollten... eigentlich...

    Aber der Reihe nach. Am 22. Januar haben wir Koh Chang planmäßig Richtung Bangkok verlassen, wo wir über Nacht mit einem Bus weiter nach Koh Tao fahren wollten.

    Nachdem wir uns wörtlich von unserem Gastgeber John auf Koh Chang verabschiedet haben, ging es mit der Fähre nach Trat aufs Festland. Von dort nahmen wir einen Bus der uns nach Bangkok fuhr. In Bangkok angekommen hatten wir Zeit für ein Abendessen bevor es mit dem Bus weitergehen sollte nach Tao.
    Wir nahmen also unser Abendessen ein und fanden uns am Sammelpunkt für den Bus ein. Und Leute was uns da erwartete war leider so gar nicht das was wir wollten.
    Vor dem kleinem Reisebüro befanden sich dutzende Anfang 20 jähriger, einer blauer und lauter als der nächste, die offensichtlich alle nach Koh Tao fahren wollten. Das war wie Malle nur vor einem Reisebüro. Und mit der Mannschaft sollten wir 12 Stunden Busfahren🫣 Wir waren die einzigen Menschen, die nüchtern waren 🤣
    Nachdem Simone und ich irritierte Blicke ausgetauscht haben, sind wir uns schnell einig geworden: aus dem Alter von Klassenfahrten sind wir raus👵👩‍🦳🤣

    Ein neuer Plan musste her. Es war bereits 20:00. Ein blöder Zeitpunkt für eine so spontane Änderung. Also blieben wir in Bangkok. Plan B.
    Wir buchten direkt 2 Nächte, um am nächsten Tag in Ruhe einen neuen Plan entwerfen zu können📝

    Beim Frühstück am nächsten Morgen stand dieser Plan, genannt Plan C. Nach Nordthailand sollte es gehen.
    Mit dem Taxi ging es zum Hauptbahnhof, um ein Ticket zu kaufen.
    Vor Ort stellten wir dann fest: alles ist ausgebucht bis zum 28. Januar.
    Also stellte sich die Frage, was nun?
    Wer schon mal in Bangkok war, kann es vielleicht nachvollziehen, aber 5 Tage in Bangkok zu bleiben ist leider keine Option. Danach wäre ich bereit für einen Kuraufenthalt. Ich liebe Bangkok, aber diese Megametrople ertrage ich maximal 3 Tage. Wie wir festgestellt haben, erreicht Simone diesen Punkt bereits nach rund 4 Stunden in Bangkok 🤣 Läuft...schleppend. 😇

    Also alles wieder auf Anfang. Ein neuer Plan musste geschmiedet werden. Der dritte in 12 Stunden🤷🏼‍♀️ Ich muss feststellen, dass dieses ganz spontan und flexibel sein, irgendwie nur dann funktioniert, wenn alle anderen genauso ticken. Wenn du und deine Partnerin jedoch als einzige flexibel sind, dann wird es kompliziert. 🤣

    Da Thailand zwar recht gut besucht ist, aber viele Unternehmen Covid nicht überstanden haben, ist die Auswahl an Anbietern und Tickets sehr begrenzt. Spontane Entscheidungen sind schwierig umzusetzen und die Preise sind sehr stark gestiegen🤑
    Das war etwas nervig, aber letztlich haben wir ein Busticket nach Koh Lanta bekommen für den 24. Januar.
    Da die Insel im Süden des Landes an der andamanischen See liegt, gibt es unzählige Möglichkeiten.🔁

    Also Plan D ist es nun geworden und so landeten wir mal wieder auf Koh Lanta.
    Wer die Insel kennt, wird mir wahrscheinlich zustimmen, dass dieser Plan D aber nicht wirklich 4. Wahl ist. Wir sind auf jeden Fall froh, dass es eine Alternative zur Klassenfahrt nach Koh Tao gab.😇

    Die Busfahrt nach Koh Lanta will ich euch an der Stelle jedoch nicht vorenthalten.
    Das Reisebüro unseres Vertrauens bestellte uns für 17:45 vor seine Pforten wo wir dann abgeholt werden sollten. Dies geschah dann auch schon um 17:55. Wir folgten zu Fuss dem Thailänder der uns herzlich mit den Worten: "Lanta, Lanta, Lanta " begrüßte.
    Unterwegs sammelten wir noch eine Schwedin ein die nach Tao, Tao, Tao wollte.
    Nach 5 Minuten Fussweg, erklärte unser wortgewandter Führer, wir sollten hier warten, der Bus kommt in... Achtung... 30 Minuten. Hier war einfach irgendein x-beliebiger Bordstein irgendwo in Bangkok. Simone war schon Feuer und Flamme für die Busfahrt. Und da war der Bus noch nicht mal da 🤣 Irgendwann kam eine übergewichtige Thai und sagte der Schwedin, dass jetzt gleich drei Busse kommen und der dritte nach Koh Tao fährt. Sie wollte dann wieder gehen. Als ich sie nach dem Bus nach Koh Lanta fragte, erhielt ich die informative Antwort:"Koh Lanta okay." Aha. Ja dann. Okay. Bleiben wir einfach hier sitzen und warten bis neue Anweisungen kamen. Schließlich war ja jetzt klar: " Koh Lanta okay".🤣🤣🤣
    Es kam 10 Minuten später dann tatsächlich ein Bus, in den wir dann auch gestiegen sind.
    Im Bus angekommen ging es an die Platzwahl. Wir stürzten uns auf die letzte Reihe, schließlich sitzen hier die coolen Kids. Aber nicht in Thailand. Ungünstigerweise lassen sich die Sitze nur bedingt in eine Liegeposition bringen. Diese Erkenntnis teilten wir mit unseren Sitznachbarn Ines und Tobi aus Wien. Als Ines den Fahrer bat ihr zu zeigen, wie die Rückenlehne zu verstellen sei, sagte er lediglich: "finish." Also fertig. 😆
    Kein Ding. Es waren ja nur 12 Stunden Fahrt geplant.😇
    Zwischen 23:00 und 00:30 ereilte uns dann doch der Schlaf. Um 00:30 hielt der Bus plötzlich an und wir wurden in einem "Restaurant" ausgeladen. Abendessen. 00:30? Genau unsere Essenszeit. Es gab ein überraschend gutes grünes Curry, welches wir aßen.
    Danach ging es zurück in den Bus. Kaum saßen wir wieder sind wir auch schon beide wieder eingeschlafen. Zum Glück.
    Der Schlaf dauerte dieses Mal bis 5:30.
    Der Bus hielt erneut (in Surathani) und die Reisenden wurden auf verschiedene Minivans aufgeteilt. Und so hockten wir, wie die Hühner auf der Stange mit 3 Thais, 5 Russen und 2 anderen Europäern im Minivan und näherten uns kontinuierlich unserem Ziel 🚐

    Das zunächst überraschend aber nicht Koh Lanta sondern Krabi hieß. Dort sind wir dann wieder umgestiegen.

    Als wir dann endlich um 11:00 auf Lanta ankamen folgte noch eine seeeehr mühselige Diskussion mit einer Tuk Tuk (Taxi) Fahrerin.

    Aber der Aufwand hat sich gelohnt. Bisher ist der erste Eindruck unserer Unterkunft sehr gut. Die Menschen sind nett, das Essen ist lecker und wir sind direkt am Meer 🌊.

    Freut euch auf den nächsten Eintrag 🥰😜

    Der ist dann vielleicht wieder weniger chaotisch 🤣

    Liebe Grüße aus Koh Lanta
    Simone & Svenja
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  • Koh Lanta - familiäres Paradies

    1 februari 2023, Thailand ⋅ ☁️ 27 °C

    Savadee kha zusammen,

    da unsere Zeit auf Koh Lanta nun zu Ende geht und wir uns gerade auf dem Weg auf die Insel Koh Yao Yai befinden, möchten wir euch gerne einen Eindruck von Lanta, Lanta, Lanta geben. 🤣

    Wir haben an einem naturbelassenen Strandabschnitt eine nette kleine Unterkunft bezogen, die uns in dem letzten 7 Tagen sehr viel Freude bereitet hat.

    Die kleine Anlage bestehend aus 6 Doppelzimmern und 4 Bungalows wird von einer kleinen Thai-Familie geführt, die ihre Gäste mit viel Freude verwöhnen.

    Nach dem wir die ersten Tage dort verbracht haben, waren wir schon erweiterte Familienmitglieder. Past, der Besitzer nahm uns mit als er angeln war und wir hatten somit einen herrlichen Ausflug in den Koh Lanta Marine Nationalpark.

    Der Nationalpark liegt an der südlichen Spitze der Insel und bietet eine Wanderung zu einer Klippe, auf der sich ein alter Leuchtturm inklusive spektakulärem Ausblick befindet und einem Dschungel Trek, der uns 1 Stunde quer durch den Urwald geführt hat. Eine sehr schöne, aber schweißtreibende Angelegenheit.
    Wir wären ja aber nicht wir, wäre dieser Ausflug ohne Zwischenfall verlaufen 🤣 Eigentlich wollten wir nämlich zu einem Aussichtspunkt, der zwar ausgeschrieben war, den wir aber nie erreichten. So wie andere Reisende auch nicht. So weit so gut. Gegen Ende des Weges kamen wir an eine Kreuzung.
    Zum Glück, dachten wir, gibt es zwei Schilder. Links "Parking Place" (Parkplatz) und rechts stand "Entrance" (Einfang). In welche Richtung wir gehen mussten ergab sich aber leider nicht, da wir mit dem Boot an einem Strand ankamen.
    Es gab weder einem Parkplatz noch einen Eingang🙄
    Während wir noch überlegten, kamen uns vom Parkplatzpfad drei rotköpfige Franzosen entgegen. Der Parkplatz sei 20 Minuten entfernt. Aha. Ja, dann nehmen wir doch einfach den Weg. Schließlich wussten wir nun, dass der Weg zumindest wirklich irgendwo hinführte. Nur weil irgendwo "Parkplatz" steht, heißt das in Thailand nicht unbedingt, dass es einen Parkplatz gibt. Oder jemals gab.🤣
    Der Trek zum Parkplatz hatte es dann aber auch echt in sich. Das Gefälle betrug rund 20% und die Baumwurzeln, Felsbrocken und umgeworfenen Bäume auf dem Weg, ließen unsere Köpfe ebenfalls innerhalb kürzester Zeit knallrot färben. Simone war total begeistert. Etwa alle 2 Minuten hörte ich sie, das für sie typische "jetzt mag i nimmer" hinter mir murmeln. 🤣 Wer Simone kennt, weiß dass das "jetzt mag i nimmer" Stadium, schon ein schwieriges werden kann. 🤣 Zum Glück erreichten wir den Parkplatz nach rund 15 Minuten um festzustellen, dass wir uns richtig entschieden haben. 🥳
    Keine 300m schaukelte Pasts Boot im Wasser. 😇
    Nachdem wir zurück auf dem Boot waren, haben wir noch drei weitere Spots zum schnorcheln angefahren. Da die Sicht aber aufgrund der ausgewühlten See an dem Tag nicht ideal war, waren wir nur bedingt beeindruckt.
    Gerettet wurde der Schnorcheltrip mit einer unvorhersehbaren Begegnung mit Nemo.🥰
    So durfte Simone, die mittlerweile wieder mochte, zum ersten Mal einem Clownfisch in freier Wildbahn bestaunen.😍

    Die nächsten Tage verbrachten wir mit Rollerfahren auf der Insel, wir erkundeten Strandabschnitte, die Menschenleer waren und fuhren in den Mangrovenwald Lantas, der als der größte in Südostasien gilt. Wir mieteten ein Kayak und paddelten durch das verzweigte Labyrinth des riesigen Waldes.
    Dabei beobachteten wir Affen, Vögel, Krebse und lauschten den Geräuschen des Waldes, während wir uns treiben ließen. Ein tolles Erlebnis, welches leider damit endete, dass ich versehentlich Simone's Sonnenbrille versenkt habe🤦🏼‍♀️
    Wer den letzten Blog vom ersten Teil der Weltreise aufmerksam gelesen hat, wird sich vielleicht erinnern, dass Simone beim Kayak fahren in Vietnam meine optische (!) Sonnenbrille versenkt hat.
    Es steht also 1:1🤣 wobei ich hoffe, dass das Thema jetzt durch ist. 😎

    Ein weiteres Highlight war dann unser Besuch, wie sollte es auch anders sein, in der deutschen Bäckerei, wo Ina uns mit Brötchen und Gouda verwöhnte😇 Es ist einfach immer wieder ein Fest dort zu frühstücken.

    Gestern Abend wurden wir von unseren Gastgebern zu einem BBQ eingeladen.

    Past war wieder angeln und erzählte uns ganz bescheiden, er habe einen kleinen Fisch (2,5 kg) gefangen und würde sich freuen, wenn wir alle gemeinsam zu Abend essen würden.
    Außer uns waren noch zwei weitere deutsche Menschen und ein Franzose mit von der Partie und Pasts Familie 🥰 So verbrachten wir einen lustigen multikulturellen Abend inklusive Grill und einem fast kitschigen Sonnenuntergang am Strand.
    Geht's uns gut?!
    Ganz eindeutig.
    Jetzt freuen wir uns auf die uns noch völlig unbekannte kleine Insel Koh Yao Yai, die touristisch nur wenig erschlossen ist und neben sieben Hotels nochmal ungefähr genauso viele Restaurants und einen 7Eleven beherbergt.

    Wir sind also gespannt, wie unser Robinson Crusoe Abenteuer ausfallen wird.

    Bleibt gespannt! Passt auf euch auf!
    Bis bald!
    Simone & Svenja
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  • Koh X - die neue Lieblingsinsel

    6 februari 2023, Strait of Malacca ⋅ ☁️ 29 °C

    Savadee kha zusammen🙏,

    oder um es mit Simone's neuer Standardfloskel zu sagen: "Hello, welcome." Bei Betreten eines 7 Eleven begrüßt eine elektronische Stimme jeden Neuankömmling und Simone rennt gerade überall durch die Gegend und imitiert diesen Gruß, den wirklich jeder Mensch hier kennt und jeden direkt zum Lachen bringt.🤣 So viel dazu.🤣

    Liebe Mitmenschen, wir haben eine neue Lieblingsinsel in Thailand, deren Namen wir hier nicht veröffentlichen möchten, da der Geheimtipp weiter geheim bleiben soll 😝

    Lasst euch aber gesagt sein: Es waren traumhaft schöne 5 Tage, die wir hier verbringen durften❤.

    Die Insel hat 12 Hotels, genauso viele Restaurants, naturbelassene Traumstrände, 6 Hunde, unzählige Katzen und unglaublich liebe Bewohner.

    In unserem Gästehaus, in der Mitte der Insel, haben wir bei der gastfreundlichen Nui gewohnt, die insgesamt 3 Bungalows und 4 Katzen hat 😆. Ihre Kenntnisse der englischen Sprache umfassen rund 15 Vokabeln, aber ein offener Mensch, der lebensfroh ist und jede Frage mit einem strahlenden Lächeln beantworten kann, braucht nicht mehr Worte 🥰. Und wenn nichts mehr ging und selbst Scharade uns nicht mehr weitergebracht hat, gab es als letzte Option noch Google Translate.🤣 Aber meistens klappte die Kommunikation mit Händen und Füßen 🤣 Wir haben in jedem Fall verdammt viel gelacht.🤣

    Nui organisierte uns einen Roller, den wir auch brauchten, da die Insel kaum Taxis hat und es eigentlich nur 2 Straßen gibt. Die eine davon endet zwischendurch mal für 200m. Statt Asphalt gibt es dann nur noch roten Staub und Sand.🤣
    Einige Strände sind nicht per Straße, sondern nur über Schotterwege erreichbar. Eine spannende, schweißtreibende und staubige Angelegenheit. Jedoch hat sich jeder Kilometer durch das Nirgendwo mehr als gelohnt, wie die Fotos belegen.🥰

    Die Insel ist perfekt für Menschen die Ruhe und pure Entspannung suchen. Es gibt 4 Bars, so gut wie keinen Alkohol, keine Clubs oder Prostitution, die ansonsten in Thailand leider allgegenwärtig ist.
    Die Thais, die hier leben, verdienen ihren Lebensunterhalt mit Fischen, Palmenzucht oder Landwirtschaft. Das Leben ist extrem entschleunigt.
    Es gibt 5 Geschäfte, das heißt Einkaufen und jede Form von Konsumterror sind den Menschen fremd.
    Und wir hoffen inständig, dass es so bleibt.
    Wir waren an Traumstränden und es gab dort niemanden, außer uns 🥰🏝.
    Auf der einen Seite bringt der Tourismus den Menschen Wohlstand, aber auf der anderen Seite ist der Preis dafür trotzdem hoch, weil mit den Touris die Preise für alle steigen, viel mehr Müll entsteht und die Ruhe verschwindet.
    Eine schwierige Entscheidung wie ich finde. Oder?
    Eher nicht, denn man ist zufrieden hier mit dem was man hat. Die Menschen sind bodenständig und das es nur einen Polizisten gibt, sagt eigentlich auch schon alles.
    Es ist noch so unberührt hier.
    Einige Kinder waren so fasziniert, von der blonden Frau, dass sie auf dem Nachtmarkt aus dem Staunen nicht mehr rauskamen. 🥰 Solche Momente kannte ich aus Thailand aus den letzten Jahren gar nicht mehr.

    So sehr wir die Zeit auf den Inseln genossen haben, haben Moni und ich festgestellt, dass nun die Zeit gekommen ist, der Reise etwas mehr Abenteuercharakter zu verleihen.

    Wir werden aus logistischen Gründen eine Nacht auf Phuket (!) verbringen. Eine zwangsläufige Notwendigkeit und Premiere für mich (nach 13 Jahren Thailandreisen!). Wir sind gespannt, werden aber nur wegen unseres Weiterflugs nach Chiang Mai auf Phuket nächtigen.

    Am 7. Februar werden wir in den Norden Thailands fliegen, um dort für 5 Tage eine Motorradtour durch die Mae Hong Son Region zu unternehmen, an der Grenze zu Myanmar. 🛵🏍

    Wie sich herausgestellt hat, kostet der Flug das gleiche wir diverse Bustickets, die uns in den Norden bringen würden.
    Der Vorteil liegt jedoch auf der Hand. Der Flug dauert 2 Stunden. Die Reise mit dem Bus 2 ganze Tage zuzüglich einer Zwischenübernachtung in Bangkok. Ne, dann lieber bitte die Abkürzung.
    Als CO2 Kompensation pflanzen wir nach der Reise 3 Bäume oder Palmen mehr 🥰 Versprochen✌️🥰.

    Um nach Phuket zu kommen gab es übrigens 2 Möglichkeiten. Das Schnellboot für Touris (Reisedauer 30 Minuten, Kostenpunkt 400 Baht pro Person) oder die Public Ferry (Fahrtzeit 1,5 Stunden, Kostenpunkt 200 Baht pro Person).
    Ratet wer auf einem Boot voller Einheimischer, als einzige Weißbrote hockt...🤣 ganz genau... 😆
    Simone fand die Idee zunächst super, aber sie wäre ja nicht Miss Beautiful, wenn ihr nicht am Abreisetag doch Zweifel kommen würden.🤦🏼‍♀️
    Ratet wer die Diskussion gewonnen hat? 🤣
    Das Boot wurde seit der Entscheiding übrigens auf den Namen:"Halt die Klappe und ziehen wir es durch" getauft.🤣
    Simone ist nun auch happy und genießt die komfortable Überfahrt, mit viel Platz, einem Ventilator vor sich und einer herrlichen Aussicht, statt mit einem Ameisenhaufen voller "Hildegard, dat is aber warm hier, freu ich mich nachher auf dat Schnitzel" zu reisen.
    Ahoi und beste Grüße von der "Halt die Klappe und ziehen wir es durch" und bis zum nächsten Mal. 🤣🤣🤣
    Eure Simone & Svenja
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  • Chiang Mai - spontaner Plan B

    12 februari 2023, Thailand ⋅ 🌙 15 °C

    Savadee kha zusammen 🙏,

    wir hoffen es geht euch allen gut und der Winter ist nicht zu hart zu euch 😎

    Simone und ich sind mittlerweile seit dem 7. Februar in Nordthailand, genau genommen in der größten Stadt in der Region: Chiang Mai.

    Unser Plan sah eigentlich vor, dass wir am 8. Februar zwei Motorräder ausleihen und einen 700km langen Loop im Norden machen. Start- und Endpunkt jeweils in Chiang Mai. 🛵🛵

    Wie das Leben manchmal so spielt, kommt es dann doch anders.
    Zunächst ist Simone in der Nacht vom 7. auf den 8. Februar etwas krank geworden und wir haben entschieden, dass wir erst am 9. auf den Loop gehen. Da unsere Unterkunft aber leider kein Zimmer mehr frei hatte für eine weitere Nacht, mussten wir umziehen.

    Wir entschieden uns für ein Gästehaus in 2km Entfernung, setzten uns unsere Backpacks auf und machten uns zu Fuss auf den Weg.

    Zum ersten Mal seit fünf Wochen hatte ich Turnschuhe, statt Flip Flops an den Füßen.

    Nach rund 500m fragte Simone mich, die hinter mir ging, da die Bordsteine in Thailand, falls überhaupt vorhanden, sehr schmal und abenteuerlich sind, wie weit es denn noch wäre.
    Bei dem Versuch sie zu informieren, dass wir noch rund 15 Minuten benötigen, schaute ich auf mein Smartphone und nicht auf den Weg. Dabei übersah ich ein Loch auf dem Gehweg und bin mal direkt mit dem linken Knöchel umgeknickt und hab mich dabei auch noch tierisch aufs Maul gelegt.🫣
    Puh, mit 18kg Gepäck auf dem Rücken hat das mal richtig geknallt. Mag auch daran liegen, dass ich in zwei Plastikblumenkübel gekachelt bin, die auch prompt hinüberwaren. 🙄
    Warum hatte ich mich nur für feste Turnschuhe entschieden? Ach ja, wegen der Sicherheit 😂
    So lag ich auf dem Boden und konnte nicht mehr, wegen des riesigen Rucksacks, alleine aufstehen.
    Meine Simone war aber leider zu sehr damit beschäftigt den Rucksack zu beschimpfen und sich aufzuregen, dass sie völlig vergessen hat mir aufzuhelfen. Das hat dann ein Europäer übernommen der von der gegenüberliegenden Straßenseite hinzu kam.🤣
    Nachdem ich dann wieder einigermaßen stand, war meine erste Amtstat, ihr werdet es kaum glauben, Simone zu beruhigen. 🤣
    Klar, die Reihenfolge leuchtet total ein 🤣
    Ich fasse kurz zusammen: zwei Platzwunden an den Knien, ein einstündiger Aufenthalt im Krankenhaus, eine Laufschiene später, stand fest, gebrochen ist nichts, aber der Knöchel ist verstaucht und Motorradfahren ist keine Option. 🤦🏼‍♀️
    Aber ich hatte echt Glück im Unglück. Vier Tage später geht es mir schon wieder ganz gut und laufen kann ich dank der Schiene auch schon wieder. Simone hat sich zum Glück auch wieder beruhigt und ihren tiefgehenden Hass auf meinen Rucksack, haben wir auch erfolgreich therapiert. 🤣
    Der Fortsetzung unserer Reise und unserem Flug am nächsten Samstag nach Australien also steht nichts im Wege.😅
    Wir haben uns natürlich entschieden in Chiang Mai zu bleiben, da wir beide die Stadt wirklich gern mögen und sie glücklicherweise viel zu bieten hat.
    Es gibt einen wundervollen Nachtmarkt, viele geile Foodcourts mit leckerem Essen 🤤, Tempel ohne Ende, Streetart, Blumenfestival usw. 😍

    Wir werden jetzt noch entspannte Tage hier verbringen bis es am 15. Februar mit dem Nachtzug zurück nach Bangkok geht.

    Wir sind in Thailand quasi in die Zielgerade eingebogen und die Vorfreude auf Australien ist bereits gewaltig. 🤪

    Passt also auf euch auf und schaut wohin ihr geht🥰✌️

    Bis bald, eure Simone & Svenja
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  • Bye bye Thailand - Hello Australia

    19 februari 2023, Australië

    G'day zusammen,

    mittlerweile aus Sydney ✈️

    Nachdem wir die letzten Tage in Thailand in Chiang Mai und noch eine Nacht in Bangkok verbracht haben, sind wir am 18. Februar nach Sydney geflogen.

    Aber beginnen wir von vorne.
    Am 15. Februar ging es zunächst mit dem Nachtzug von Chiang Mai nach Bangkok. Ich finde Nachtzug fahren super. Es ist günstig (rund 22€ pro Person) dafür sparst du dir eine Übernachtung und bekommst in der zweiten Klasse ein Bett und das Abteil wird auf entspannte 20 Grad runter gekühlt, so dass 3/4 aller Reisenden in Jacken und langen Hosen dasitzen:). Davon abgesehen ist es aber wirklich super. Naja und wenn man am besten, die 13 Stunden, die der Bummelzug für die 690 km benötigt, nicht zur Toilette muss. Daran hat sich leider nichts geändert. Es stinkt einfach bestialisch und die Hygiene im Waschbereich ist und bleibt ein Schwachpunkt des Zuges. War aber ok und meine leiderprobte Misses Monk, kommt mittlerweile auch gut zurecht. Aber was bleibt ihr auch anderes übrig. 🤣
    In Bangkok angekommen sind wir zunächst in unser Hotel gefahren und haben uns ein wenig ausgeruht.
    Im Anschluss ging es mit dem Zug zu einer neuen Attraktion im Westen Bangkoks, dem Big Buddha. Die äußerst beeindruckende Statue ist sage und schreibe 67m hoch und sitzt nun in Bangkoks Skyline. Absolut beeindruckend und sehr interessant.
    Dort lernten wir einen Amerikaner kennen (Ed), der mit uns den Nachmittag verbrachte und eine angenehme Gesellschaft war. Ich mag es einfach, mich mit Leuten aus anderen Ländern auszutauschen und Zeit mit ihnen zu verbringen. Diese Begegnungen sind oft erfrischend, amüsant und lehrreich.
    Im Anschluss ging es dann zu Fuß zu einem schwimmenden Markt.
    An diesem Tag haben wir satte 15km zu Fuss zurück gelegt. Also meinem Fuss ging es soweit gut.
    Am nächsten Tag galt es Zeit zu überbrücken, da wir um 12 Uhr mittags unser Hotelzimmer räumen mussten unser Flug aber erst um 00:30 los ging. 12,5 Stunden später. Genau Simone's Ding 🤣
    Wir konnten die Zeit aber zunächst am Pool gut überbrücken und überlegten uns gegen 18:30 zum Flughafen zu fahren und etwas essen zu gehen.
    Super Idee. Dachten wir.
    Am Automaten haben wir den Check in durchgeführt und unser Gepäcklabel ausgedruckt um dann festzustellen, dass es keinen offenen Schalter gibt um die Rucksäcke abzugeben. Blöd. Denn alle Restaurants am Flughafen Bangkok befinden sich HINTER der Sicherheitskontrolle, in die man natürlich nur mit Handgepäck kommt. 😉 Wir erfuhren, dass der Schalter erst 3 Stunden vor Abflug öffnet. Sprich um 21:30. Hurra. War zum Glück schon 19:30 🤢
    So hockten wir im Gewimmel des Flughafens und warteten bis wir unser Gepäck aufgeben konnten.
    Als der Schalter öffnete legten wir unsere Bordkarten vor und die junge Frau am Schalter runzelte die Stirn und fing an wild auf ihrer Tastatur zu hämmern.
    Irgendwann gab sie uns dann neue Bordkarten, warum auch immer und nahm uns das Gepäck ab. Juhu endlich ging es durch die Sicherheitskontrolle in den Abflugbereich.
    Nachdem wir endlich gegessen hatten, gingen wir zum Gate und stellten dort überrascht fest, dass wir auf den neuen Bordkarten gar nicht mehr zusammen sitzen würden.
    Simone hatte eine Platz in Reihe 31 in der Mitte, der Mitte (schlimmer geht's nicht), während ich in Reihe 43 einem Fensterplatz hatte (ob das was mit Kharma zu tun hat?🤣😶)
    Ach ja, so ein Flug zwischen Bangkok und Sydney dauert übrigens 9,5 Stunden...🫣
    Die Maschine war restlos ausgebucht und wir fügten uns unserem Schicksal.
    Zum Glück waren unsere Sitznachbarn echt erträglich und wir beide konnten recht gut schlafen.
    In Sydney angekommen waren wir voller Vorfreude.
    Endlich waren wir wieder in Australien. In Sydney. Dort wo unser erstes Abenteuer im März 2020 so überraschend vorerst endete. Wie lange hatten wir darauf gewartet?
    1062 Tage um genau zu sein. Nicht das ich gezählt habe...🙃
    Nachdem wir angekommen sind, nutze ich das kostenfreie WiFi des Flughafens um mich auf den neuesten Stand der Dinge zu bringen.
    Und es gab sehr überraschende Neuigkeiten. Unser Hotel das wir in Sydney gebucht haben, schrieb mir um 10:00 Ortszeit eine Email, dass die Zahlung per Kreditkarte geplatzt sei.
    Ich hätte nun 2 Stunden Zeit eine neue Karte anzugeben, ansonsten würde man meine Buchung stornieren. Diese Info erhielt ich um 14:30. Ich saß halt zuvor in einem Flugzeug.
    Ein kurzer unfreundlicher Austausch per Chat mit dem Hotel machte dann deutlich, die haben wirklich unser Zimmer storniert. 🤬
    So standen wir also am Taxistand und wußten gar nicht wohin wir nun fahren sollten.
    Bei booking suchten wir eine Alternative und was soll ich sagen... die günstigste Variante hat das doppelte gekostet, wie unsere ursprüngliche Buchung.🤑 Ich hatte Schaum vorm Mund, Leute.
    Ok. Durchatmen, Taxi suchen, losfahren.
    Am Hotel angekommen...Achtung 9,8km, Fahrzeit 20 Minuten: Kostenfaktor 92 AUS (umgerechnet 60 Euro) 😱 Ich hab gedacht ich drehe durch.
    Eingecheckt. Ein Restaurant gesucht, eine Stunde, eine Rotweinflasche und 2 Pizzen für 80 Euro später, war es mir dann einfach nur noch egal.
    Leute, ja es ist unfassbar teuer, aber es ist Sydney und wir lieben diese Stadt.
    Wir sind heute den ganzen Tag über durch das bunte Treiben der Metropole gezogen, 15km gelaufen und haben es einfach nur genossen 🥰 Was für eine geile Stadt.
    Dank meines Schwagers Johannes durften wir ein besonderes Abendessen genießen. Zu unserer Hochzeit haben wir einen Gutschein für das Shangri La Sydney bekommen, wo wir heute in der 36 Etage über dem Hafen von Sydney ein Fläschchen Rosé, etwas zu essen und den Ausblick genießen durften. Danke an dieser Stelle, lieber Johannes 😍
    Es ist Pride Monat in Sydney und alles ist in Regenbogenfarben 🌈, was natürlich für uns mega ist. Außerdem ist es schön warm, aber nicht zu heiß und die Luftfeuchtigkeit ist wirklich erträglich. Also ist sauber, aufgeräumt und grün😍
    Morgen holen wir unseren Camper und dann geht es richtig los. Freut euch und seid gespannt, passt auf euch auf und bis ganz bald.
    Eure Simone & Svenja
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  • Australien - Camping für Amateure

    23 februari 2023, Australië ⋅ 🌙 14 °C

    G'day zusammen,

    Ja, Schande auf mein Haupt, ich habe wirklich lange nicht geschrieben 🫣
    Aaaaaber wir hatten zeitweise überhaupt kein Internet und ich hatte auch irgendwie gar keine Lust auf mein Smartphone, sondern habe die letzten Tage genutzt, um alles Erlebte wie einen Schwamm aufzusaugen 🥰 So ein bissel digitales detox ist ja auch ganz schön und vor allem gesund.😋

    Nun sind wir wieder in der Zivilisation angekommen und befinden uns mittlerweile in Melbourne 🥳.
    Die zweitgrößte Stadt in Australien ist wirklich cool, aber sie ist nicht Sydney. Wir sind zwar heute Morgen erst angekommen, aber es hat nicht so gefunkt wie mit Sydney.
    Melbourne ist so ein wenig die gammeligere Schwester von Sydney und steht für uns ein wenig in ihrem Schatten, was ihrem Charme aber nicht schadet. 🤣

    Aber der Reihe nach.

    Nachdem wir am 20. Februar in Sydney unseren Camper abgeholt haben, ging es zunächst in die Blue Mountains, einen Nationalpark, der rund 1 Stunde von Sydney entfernt ist. Leider war das Wetter ein bisschen gegen uns, denn es hat immer mal wieder geregnet, außerdem hat die Übernahme des Wagens und die Eingewöhnung in den Linksverkehr mit dem großen Karren doch ein wenig länger gedauert, sodass wir von den Blue Mountains leider recht wenig hatten. Immerhin haben wir schöne Landschaften gesehen, waren aber leider nicht wandern 🙄 Machen wir dann beim nächsten Mal 😇
    Nachdem wir unseren ersten Einkauf getätigt haben, ging es voller Elan auf den ersten Campingplatz. Dort angekommen war ich hin und weg von der Landschaft und freute mich schon auf einen ruhigen Ausklang des Abends. Die Wette habe ich aber ohne meine Moni gemacht. Der Blick in die Sanitäranlagen führte nämlich dazu, dass der Campingplatz auf Grund mangelnder Hygienestandards bei Simone durchgefallen war. 🫠
    Ok, wir sind zu zweit unterwegs und wenn etwas für einen von uns ein no-go ist, dann muss eine Alternative her.
    Die gab es auch. 45 Minuten entfernt.
    Also ging es weiter durch die Pampa.
    Als wir um 18:10 bei Plan B ankamen, stellten wir fest, dass die Bürozeiten vorbei waren.🫨 Es gab jedoch eine Telefonnummer. Ich rief dort an und besprach eine Mailbox.
    Wir parkten das Auto und wollten die Sanitäranlagen besichtigen. Diese waren jedoch mit einem Code gesichert.
    Mittlerweile regnete es in Strömen und meine Laune entsprach etwa dem Ausmaß des Wolkenbruchs🤣
    Während wir nun überlegten was zu tun sei, rief mich die Betreiberin des Campingplatzes zum Glück zurück.
    Wir bekamen einen Zugangscode und einen Stellplatz. Mein geliebter Monk bekam die Aufgabe die Toiletten zu checken, während ich unser erstes Mahl kochen wollte. Spagetti mit Pesto. 🍽 Hallo Vanlife.🚐 Ich fühlte wie meine Laune sich langsam hob.🔥
    Nachdem meine Moni jedoch aus der Toilette kam und ich in ihre Gesicht blickte, fürchtete ich bereits mein Zwischenhoch sei nur von kurzer Dauer. 🫣 Beim Öffnen des Wasserhahns kam nämlich nur leicht bräunliches Wasser aus dem Hahn. 🤣 Oh no, dachte ich, dass darf nicht wahr sein. Simone war schon ganz in sich gekehrt und sprach gar nicht mehr. Wer sie kennt weiß, dass das kein gutes Zeichen ist😷
    Aaaaaaber zum Glück habe ich ein zweites Toilettenhäuschen auf dem Gelände entdeckt. Und dessen Wasser war klar. Gott sei dank 🙏. Einen Teller Nudeln und zwei Plastikbecher Rotwein später ging sogar die Sonne noch spektakulär unter und meine Sonne hatte auch wieder ein Lächeln im Gesicht.
    1. Tag Camper: gut überstanden ✔️
    Die Nacht war dann wirklich ruhig und auch von den Temperaturen her sehr angenehm. Das ging zwar etwas holprig los, aber das Blatt wendete sich, oder?😇
    2. Tag: Nachdem ich ein wunderbares Frühstück inklusive instant Kaffee gezaubert habe, ging die Fahrt über die Hauptstadt Canberra ins sprichwörtliche Nirgendwo. 😊
    Wie Simone den Kaffee fand, habe ich euch als Video zusammengestellt.

    https://youtu.be/oon20gt6jFw

    Schaut es euch an und erlebt hautnah, was auch ich manchmal erleiden muss 🤣
    Die Fahrt nach Canberra war sehr ruhig und die abwechslungsreiche Landschaft, von Eukalyptus-Wäldern über weite Wiesen, Felder und Steppen verzauberte und begeisterte uns schnell.
    In Canberra hatten wir eigentlich nur den Plan einkaufen zu gehen und uns anschließend auf einen Campingplatz zu begeben. Eigentlich. Beim Einkaufsladen, Aldi übrigens 🤣, stellten wir fest, dass es nur Parkhäuser gibt. Mit einer Durchfahrtshöhe von 1,95m. Doof, wenn der Camper mit dem du unterwegs bist 2,15m hoch ist🙄
    Also haben wir einen Parkplatz gesucht. 15 Minuten Fussweg entfernt. Juhu. Als wir gerade aussteigen wollten, begann es zu regnen. Dann zu blitzen. Dann zu hageln. 🫠
    Wir beschlossen das Wetter auszusitzen und den weiteren Reiseplan zusammenzustellen.
    30 Minuten später wurde es wieder heller. Wir liefen zum Supermarkt und kauften ein. Währenddessen stellten wir fest, dass unsere Parkuhr in 10 Minuten ablaufen würde. Die Schlange an der Kasse reichte von Canberra bis zurück nach Sydney.
    Was tun? Wir trennten uns. Simone hechtete zurück, um den Wagen zu holen, ich stellte mich in die Warteschlange des Sanktnimmerlein 🤣. Treffpunkt, der Seitenstreifen vor demp Parkhaus. Gesagt getan. Unsere Einkäufe verluden wir auf dem Grünstreifen, der zum Parkhaus gehörte. Während ich die Einkäufe verräumte, fiel mir auf, dass ich den 10l Trinkwasser-Kanister an der Kasse vergessen hatte. Im Schweinsgalopp ging es zurück zu Aldi. Simone blieb verdutzt zurück und packte weiter fleißig aus. 🤣 Meine Güte Leute, selten habe ich einen so stressigen und absolut nervigen Lebensmitteleinkauf erlebt.🙃
    Wir waren reif für die Einöde.
    Und die sollten wir bekommen.
    Den nächsten Campingplatz erreichten wir nach 30 Minuten. Etwa 10 Minuten vor unserer Ankunft, hatten wir die Erkenntnis, dass es kein Internet gibt. So gar keins. Auch nicht wenn man rausfinden möchte, was man genau machen will oder google Maps nach einer neuen Strecke fragen möchte. Soll ich euch was sagen? Es war herrlich 🥰
    Als wir den Campingplatz, mitten in der Natur erreichten, sprangen die Kängurus schon auf der Wiese umher und die Kakadus und andere Papageien trällerten schon fröhlich durch die Gegend. Idllye pur. Und eine weitere Challenge gab es auch noch 🤣
    Es gab zwar eine heiße Dusche, jedoch ohne Temperaturregler. Das heißt, du nimmst das heiße Wasser so wie es kommt. Aaaaaaber nur 3,5 Minuten. Danach geht die Dusche nämlich einfach aus. Für ganze 2 Minuten. Und glaubt mir Leute, diese 2 Minuten dauern ewig, wenn die Außentemperatur nur noch 12 Grad beträgt.🤣 Simone war nicht so begeistert. Aber aus Mangel an Alternativen hat sie sich arrangiert und wirklich tapfer geschlagen.
    Am 3. Tag unternahmen wir einen Buschwalk, begegneten Wallabies (eine kleine Känguru Art), Loris (Papageien Art) und dutzenden anderen Papageien🥰. Ein wundervoller Tag den ich mit einer ausgiebigen Yogasession an einem Bach in mitten der Natur abschloss. Traumhaft. Und offline.
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  • Australien - Simone ist total drin

    27 februari 2023, Australië ⋅ 🌙 23 °C

    G'day zusammen,

    versprochen ist versprochen und wird nicht gebrochen 😇 Da sind wir also wieder und ich schulde euch noch 6 Tage Camping Chaos. 🤣

    Wobei ich finde, dass wir uns im Laufe der Zeit echt gemacht haben und Simone ist mittlerweile Vollblut-Camperin 🥰 Hört auf zu lachen, ich meine das Ernst 🤣😘

    Nachdem wir also 2 Nächte in der Mitte von Nirgendwo verbracht haben (die Österreicher unter uns kennen das 😂) ging es über Stock und Stein und durch hunderte Schlaglöcher zum Lake Hume. Da die Temperatur tagsüber wieder über 30 Grad lag, hatten wir mal wieder Lust auf Wasser. Also ging es für 2 Nächte zum Lake Hume einem riesigen Stausee in schönster Landschaft eingebettet und herrlich erfrischenden Temperaturen.
    Der Campingplatz war ein absoluter Glücksgriff. Sauber, gepflegt, Simone war beinahe in die Duschen verliebt 🤣
    Wir spazierten den See entlang, gingen schwimmen, dösten in der Sonne während sich die Papageien um ums herum lauthals die Seelen aus den Leibern krächzten. 🥰
    Abends wurde gegrillt, gelesen, Yoga gemacht und einfach entspannt. Wie herrlich campen sein kann, wenn meine Frau die Sanitäranlagen gut findet 😂

    Der nächste Stop auf unserer Tour durch Australien war das Yarra Vaĺley und als Weinregion für Simone natürlich besonders interessant. Da in Australien null Promille auf den Straßen gilt und wir beide Lust auf eine Weinprobe hatten, buchten wir eine Hop-on-hop-off Tour, die es einem ermöglicht an einem Weingut in den Bus zu steigen und an weiteren Weingütern auszusteigen. Dabei fährt der Bus immer in einer Runde.
    Der erste Zustieg war 4 km von unserem Campingplatz entfernt.
    Aber wie sollten wir dahin kommen.
    Uber? Gab es nicht. Fahrrad? Nicht vorhanden. Taxi? Fahren keine so kurzen Strecken in Australien. Laufen? Kein Fussweg vorhanden.
    Wir entschieden uns den Daumen rauszuhalten. Schließlich sind wir zu zweit und wer Simone kennt, weiß das sie wie ein Terrier ausflippen kann, wenn ihr Unrecht widerfährt 😇🤣 Also alles save. Wir brauchten keinerlei Angst vor kidnapping zu haben.🤣 Ich zitiere Simone: "I schlog se olle nida!" Passt!

    Bei der Hinfahrt hat es fünf Autos gedauert bis ein junges Mädel mit einem drei Wochen alten Baby im Auto angehalten hat und uns mitnahm. Auf der Rückfahrt dauerte es zwei Autos, bis ein Opa uns einsammelte.
    Wer kommt den bitte per Anhalter zu einer Weinprobe? 🤣
    Das können nur zwei Typinnen, die ins Shangri La in Sydney mit der Straßenbahn fahren🤣 Aber manchmal ist halt Kreativität gefragt 😇

    Die Weinproben waren sehr interessant, wenn auch nur um festzustellen, dass der Wein aus der Region teuer ist, vor allem wenn man berücksichtigt, was man dafür bekommt. Geschmacklich reicht es nicht für einen Vergleich mit europäischen Weinen. Wir hatten aber einen sehr lustigen und feuchtfröhlichen Tag und haben wirklich nette Leute kennengelernt 🤣

    Apropos feuchtfröhlich: an dieser Stelle muss ich euch berichten, dass es sich beinahe um eine Notwendigkeit handelte, ein wenig betüddelt zum Campingplatz zurückzukehren. 🤣 Bei der Auswahl des Campingplatzes ist mir nämlich leider entgangen, dass es sich um einen Kinder-Campingplatz handelte🤣
    Wir erhielten einen Stellplatz gegenüber der Camp-Küche. Was erstmal gut ist. Eigentlich. Es sei denn in der Küche gibt es eine Spielhalle. Mit Automaten, Kickertisch und einer Tischtennisplatte. Was ja eigentlich auch auszuhalten gewesen wäre. Hätte es nicht geregnet und hätten nicht alle Kinder dieser Welt in dieser Spielhalle versucht den Regen auszusitzen 🤯 Das waren unsere ersten 60 Minuten nach unserer Ankunft. Die Weinprobe war also auch Mittel zum Zweck 🤣

    Nach zwei Nächten im Yarra Valley ging es dann mit dem Camper Richtung Great Ocean Road.

    Wir verbrachten auf einem Stellplatz ,direkt mit Zugang zum Strand, unseren ersten Tag am Startpunkt der Great Ocean Road. Das bezaubernde Surfer Paradies Torquay hat es uns so richtig angetan. Am Meer gelegen, bestehend aus Bars und Surferläden, waren wir hin und weg und ich musste Simone beinahe an der Haaren aus den Rip Curl und Billabong Läden ziehen.🤣 Zwei Hosen und eine Cappy später hatte sich das Thema aber auch erledigt 🤣

    Am folgenden Tag war der Weg das Ziel und wir rumpelten gemütlich knapp 200km die Great Ocean Road entlang. Die Küstenstraße bietet teilweise spektakuläre Aussichten auf bizarre Felsformationen🥰 Die Landschaft reicht vom Urwald, über Felder, Wiesen, Steppen, Wälder bis zu feinsten Sandstränden und steilen schroffen Felsküsten. Wir waren absolut begeistert und geflasht 🥰 Was für ein toller Abschluss für unsere Camper Tour, die gestern Mittag in Melbourne endete 😎

    Morgen geht es dann in aller Frühe zum Flughafen und auf ins nächste Abenteuer Neuseeland 🇳🇿

    Die Vorfreude ist schon riesig, jedoch verlassen wir Australien mit einem lachenden und einem weinenden Auge, da uns die Zeit hier sehr gut gefallen hat und Australien definitiv zwei Fans mehr dazu gewonnen hat. Wir kommen mit Sicherheit wieder💙

    In diesem Sinne, macht es gut, wir lesen uns in Neuseeland wieder 🥰😂😋
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  • Neuseeland - Grüße aus dem Knast

    7 maart 2023, Nieuw-Zeeland ⋅ ☀️ 16 °C

    Kia Ora zusammen,

    und damit senden wir ein herzliches "hallo" aus Neuseeland. 🙏

    Ich war die letzten Tage etwas nachlässig beim schreiben, was aber auch daran lag, dass ich mir wenig Zeit dafür genommen habe. Stattdessen habe ich alle Eindrücke aufgesaugt wie ein Schwamm🧽

    Aber jetzt ist es soweit 😎

    Wir sind seit dem 3. März in Neuseeland 🇳🇿. Unser Flug ging von Melbourne nach Christchurch wo wir unsere ersten 4 Nächte verbrachten.

    Wir haben dort etwas mehr Zeit verbracht, da es vorher keinen freien Campervan gab und wir außerdem Zeit haben wollten in Neuseeland anzukommen und unsere Etappen im Camper zu planen. Da Neuseeland wirklich unnormal teuer ist, war dieses Mal "nur" ein Hostel im Budget. Aber was für eines 😇. Das Jailhouse Christchurch ist ein ehemaliges Gefängnis und wir hatten hier für 4 Nächte eine Zelle, die wir uns zu zweit geteilt haben🤣. Die Toiletten und Duschen, haben wir mit anderen "Insassen" geteilt. 😂 Ich persönlich hatte ein wenig Sorgen, dass meine Monk-Moni das gar nicht cool findet, jedoch war meine Sorge unberechtigt. Simone kam mit den vorhandenen Umständen überraschend gut klar.🫡

    Am ersten Abend gingen wir essen und machten einen Plan für den nächsten Tag. Auf dem Programm stand ein wenig sight seeing und einkaufen, da es im Hostel eine Küche gab, in der wir selbst kochen konnten.👩🏼‍🍳

    Gesagt, getan. Christchurch hat 400.000 Einwohner und ist damit die größte Stadt auf der Südinsel Neuseelands. Die Architektur ist britisch geprägt, es gibt jede Menge Streetart (juhu, ich liebe es 🥰) und es gibt enorm viele Parks, Grünflächen und einen wundervollen botanischen Garten. Wirklich schön🥰. Wir haben uns direkt wohl gefühlt. Nach unserem Lebensmitteleinkauf, der ebenfalls schockierend teuer war (Beispiel eine Tafel Schokolade 5€, Salat abgepackt 120g 4€, ein Bier im Restaurant 0,5l 9€!) ging es ins Hostel zurück. Ich war leider auf Grund einer Migräne Attacke ein wenig außer Gefecht, sodass Moni sich um die Einkäufe kümmerte. Dabei wurden unsere Sachen (Fleisch, Avocados, Tomaten, Salat, Pesto etc.) fachmännisch von Simone verräumt. 😉Dachten wir.🙃 Als ich 5 Stunden später kochen wollte, stellten wir fest, dass der vermeintliche Kühlschrank gar keiner war, sondern ein Tiefkühlschrank, der aus Platzmangel gerade an den Strom angeschlossen wurde, als Simone ihn in dem Glauben einräumte es sei der Kühlschrank...😂 Alles was es also für uns zu essen gegeben hätte, war steinhart gefroren oder hinüber Zustand. Dem Salat sind -18 Grad nämlich nicht besonders gut bekommen 🫣😂 Also wieder ab ins Restaurant. 🙄🤣

    Am zweiten Tag erwachten wir voller Tatendrang, um festzustellen, dass es aus Kübeln regnete. Aber nicht nur ein bisschen, sondern Vollgas.🌧🌧🌧 Stundenlang. Normalerweise bin ich ja der Meinung, dass es kein schlechtes Wetter sondern nur miese Kleidung gibt, aber gegen das was der Himmel über Christchurch ausgekippt hat, dagegen gibt es keine Kleidung. 😂 Also was tun mit soo viel Zeit?
    Nachdem wir die nächsten Etappen unserer weiteren Reise durchdacht haben, kam ich beim Mittagessen kochen, ja mittlerweile waren unsere Speisen wieder aufgetaut 🤣, mit einem Portugiesen ins Gespräch.

    Der lebhafte junge Mann (Eduardo) war direkt unser Fan und so verbrachten wir den regnerischen Tag gemeinsam in der Couchecke des Hostels. Irgendwann kam jemand auf die Idee Wein zu kaufen. Irgendwann kam ein Franzose dazu. Mit Bier. Dann zwei deutsche Mädels. Mit Rosé. Dann ein Waliser mit... Tee 😂. Um es so zu sagen, wir waren am Ende eine internationale Truppe von 9 Leuten, haben uns köstlich amüsiert, hatten einen wirklichen lustigen und interessanten Abend. 🌏🌎🌍 Multi Kulti. Wir lieben es.💙

    Am vorletzten Tag in Christchurch stand die Erkundung der Stadt auf dem Plan. Das Wetter zeigte sich von der besten Seite und wir stiegen kurzerhand in einen Bus und gurkten an den Stadtrand, an dem es einen kleinen Berg gibt, den es zu erklimmen galt. Hier zeigte sich das erste Mal die Vielfalt dieses wundervollen Fleckchens Erde 🥰 Vom Gipfel aus gab es einen schönen Ausblick auf die Stadt. Daneben konnten wir Wiesen, Felder, Berge und Wälder sehen, dahinter dann den Strand. Ja genau. Einen Strand!🏖
    Wir entschieden uns am Strand Kaffeetrinken zu gehen. 😂 Also runter vom Berg, rein in den Linienbus, ab an den Strand. 😂 Kompletter Orts- und Landschaftswechsel in einer Stunde. Mit dem Auto wäre es in 20 Minuten gegangen. Der Wahnsinn 🥰 Am Ende des Tages hatten wir 16km Fussweg in den Beinen und waren sehr angetan. Christchurch, du hast zwei neue Fans 💙

    Am nächsten Tag ging es dann zu Lucky Rentals unseren Camper abholen. Oh Leute, freut euch, die Geschichte erzähle ich euch im nächsten Artikel 🤣 Ich verrate nur soviel: Ein Wunderbaum, Duftnote Vanille, war nicht genug um die Situation zu retten 🤣🤣🤣🤣

    Bis ganz bald, eure Simone, Svenja & Stinki 😂
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  • Neuseeland-Abwechslungsreiche Schönheit

    12 maart 2023, Nieuw-Zeeland ⋅ 🌧 12 °C

    Kia Ora zusammen,

    meine Güte, die Zeit vergeht wie im Flug. Letzte Woche saßen wir noch im Knast😂 bis heute sind wir über die halbe Südinsel gedüst.

    Unterwegs sind wir gerade mit unserem neuesten temporärem Familienmitglied "Stinky".
    Seit dem 7. März befindet sich Stinky in unserer Obhut. Sein Name lässt schon vermuten, dass es zwischen ihm und Simone nicht gerade Liebe auf den ersten Blick bzw. Riecher war.
    Bei der Abholung unseres Gefährts öffnete eine junge Kanadierin, die fast ausschließlich aus weißen Zähnen bestand die Seitentür, und es kam uns ein Duft von abgestandener Feuchtigkeit und einem Hauch alter Polster entgegen. 🤢 Simone sah beinahe aus wie der soeben genutzte Smiley🤣 Problem: es gibt in ganz Neuseeland keinen anderen Camper mehr. Die Inseln sind voller Reisender und die Camper sind restlos vergriffen. Es ist der Wahnsinn. Also blieben Miss Monk und mir keine andere Wahl, den rollenden Stinker mitzunehmen.
    Erster Halt: Tankstelle. Einmal volltanken, bitte und einen Wunderbaum Vanille!🤣
    Hey, der Wille die Stimmung zu heben war definitiv da.😅

    Zweiter Halt: Einkaufsladen. Während ich mich darauf konzentrierte, welche kulinarischen Hochgenüsse ich uns in den kommenden Tagen bescheren könnte, stand meine Frau kopfschüttelnd den halben Einkauf lang, vor dem Regal mit Duftkerzen, Raumsprays und Reinigungsmitteln.

    Ich fasse mich kurz, Stinky stinkt nun nicht mehr, sondern ist nun gehüllt in die zarten Düfte des Vanille Wunderbaums und einer halben Flasche Lavendel Duft für Polstermöbel. 🤣 Selbstverständlich haben wir bei unserem ersten Campingplatz am Lake Tekapo, die erste Stunde unseres Aufenthaltes mit dem Waschen sämtlicher Polster verbracht. 🤣 Die Vorhänge abzunehmen und ebenfalls zu waschen, konnte ich noch gerade verhindern. Zum Glück habe ich beim ersten Einkauf ein Backup-Bier besorgt, dass genau für solche Fälle gedacht war. 😂

    Ach ja, gereist sind wir auch noch.
    Wie erwähnt ging es mit Stinky an den Lake Tekapo. Die Fahrt dauerte rund 2,5 Stunden und die Fahrt selbst ist schon ein Highlight. Die Landschaft verändert sich ständig und eine Aussicht ist schöner als die nächste. Ein absoluter Traum für Naturliebhaber und Outdoorenthusiasten wie wir es sind 🥰
    Am Lake Tekapo angekommen, regnete es kurz, jedoch riss der Himmel kurze Zeit später wieder auf und die Sonne tauchte die Landschaft in die schönsten Farben. Mein Spaziergang zum See, endete in einem kurzen Bad, in Unterwäsche, denn manchmal überrascht meine eigene Spontanität mich selbst 🤣 Simone musste sich noch von dem Stinky-Wasch-Abenteuer erholen und kannte sich kurzzeit nicht mehr aus, als ich bei 15 Grad triefend nass vor ihr Stand. In Unterwäsche. 😇

    Für den nächsten Tag war eine Wanderung zu einem Aussichtspunkt geplant, die aber leider buchstäblich ins Wasser viel, da es mal wieder regnete und zwar in dem Ausmaß wie wir es schon aus Christchurch kannten🌧🌧🌧

    Statt zwei Nächte, blieben wir nur eine und brausten mit Stinky einfach durch die atemberaubende Landschaft zum Lake Pukaki. Der See hat eine türkisblaue Farbe, wie ich sie bei einem See noch nie gesehen habe. Unfassbar schön. Ich war schon fast berührt vor lauter schön 😍
    Wir fuhren einige Aussichtspunkte an und fuhren zum Mount Cook, dem höchsten Berg Neuseelands. Dort unternahmen wir eine 2-stündige Wanderung mit schönen Panoramen😇 Auf der Weiterfahrt ereilte uns irgendwann die Erkenntnis, dass wir in der Pampa sind und die nächste Tankstelle ein gutes Stück weg ist. Da der Tag schon vorangeschritten war, entschieden wir uns in der Nähe der Tankstelle einen Campingplatz zu suchen. Der Zielort trug den überraschend deutsch klingenden Namen Twizel. Das klingt doch nicht englisch oder?🤷🏼‍♀️
    Nun ja, der Name war dann aber auch das spannendste an dem Nest.
    Der Campingplatz lag an einem weiteren See, der nicht so spektakulär wie der Tekapo oder Pukaki war, aber trotzdem nett.

    Am nächsten Morgen ging die Tour dann weiter.
    Nächster Halt: Queenstown.
    Das Städtchen mit rund 13.000 Einwohnern ist bekannt für seine Outdoor- und Extremsportmöglichkeiten. Ganz ehrlich: war nett, leider viel zu voll, viel zu junges Bungee-verrücktes Volk und eine Nacht hat uns gereicht.🫠 Wir sind halt mehr die weniger ist mehr Typen, zumindest was Menschenmassen angeht.

    Von Queenstown eierten Stinky, Moni und ich zum Fjordland Nationalpark. Unser Ziel war der Manapouri See. Leute, dass war schon eher nach unserem Geschmack. Der kleine hübsche Campingplatz befindet sich direkt oberhalb des Sees und bietet eine tolle Aussicht. 🏞
    Wir parkten den Camper, gingen am Strand spazieren und genossen einfach die spektakuläre Landschaft und die entspannte Atmosphäre.
    Am nächsten Morgen langten wir beim Frühstück richtig zu, denn ein Teil des Keppler Tracks stand auf dem Programm.
    In Neuseeland gibt es einige berühmte Wanderstrecken, die sogenannten "Great Walks". Der Keppler Track ist einer davon. Die Great Walks sind in der Regel mehrtägige Touren, die von Hütte zu Hütte durchgeführt werden. Auf Grund von Zeitmangel konnten wir nur einen Teil des Trecks an einem Tag machen, was dennoch sehr schön war. So ging es insgesamt 16km vorwiegend durch einen Wald, der unglaublich abwechslungsreich daher kam 🌲🪴🌳🌴🌾🌿☘️🍁🍂🍃. Der Weg endete an, wie soll es in Neuseeland anders sein, einem See und einem schönen Strand. Da das Wetter ein wenig gegen uns war, mussten wir leider mit grauem Himmel vorlieb nehmen, jedoch blieben wir vom Regen verschont. Dieses Mal. Was sich aber nochmal ändern sollte😉
    Am darauffolgenden Tag ging es in Richtung Milford Sound. Der weltberühmte Fjord bietet eine spektakuläre Landschaft und war unser erklärtes nächstes Ziel. Ein Blick auf den Wetterbericht zeigte jedoch dass für Sonntag strömender Regen angesagt war. Montag sollte aber die Sonne scheinen. Also Planänderung. Wir wollten Richtung Milford Sound fahren, uns einen Campingplatz suchen, dort in Ruhe den Regen aussitzen und am Montag dann die Schiffahrt auf dem Fjord machen. Gesagt, gebucht.🎯
    Am Sonntag machten wir uns also auf den Weg. Je näher wir unserem Ziel kamen, desto dunkler wurde der Himmel. Und es begann zu regnen. Aus vollen Kübeln. Irgendwann erreichten wir ein Schild, ca. 40 Minuten vor Milford Sound, dass dies der letzte Campingplatz sei. Internet und GPS gab es zu diesem Zeitpunkt keines mehr. Also folgten wir den Schildern. Statt eines Campingplatzes im eigentlichen Sinne fanden wir ein Feld und drei Toilettenhäuser à la Dixie Klo vor. Das wars. Keine Dusche, kein Wasser, kein Strom. Nur ein Feld, stinkende Plumpsklos und Tonnenweise Regen.
    Simone war von Anfang an begeistert. 😇🤣
    In einem kurzen Anfall von Verzweiflung entschied sie sich, sich an den letzten Strohhalm zu klammern, da sie gelesen habe, dass es noch einen Campingplatz direkt am Milford Sound gäbe. Wir fuhren los. Auf halbem Weg durch die Serpentinen dann der kurze Lichtblick, juhu es gibt Internet. Ganz kurz. Aber lang genug um zu erfahren, dass Simone Wunschtraum eines Campingplatzes zwar existiert, aber bis zum 23. März ausgebucht ist. 🤣🙊🙉🙈 Also doch zurück auf den Acker mit dem Plumpsklo. 🤣
    Während wir also mit Stinky auf besseres Wetter hofften, mussten wir feststellen, dass Stinky noch ein weiteres Problem hat. Der Gute ist nämlich außerdem nicht ganz dicht 😇🤣 und damit meine ich nicht, dass das fahrende A***l*** nicht nur mieft, sondern das Dach rechts oben undicht ist. 🤬 Und so regnete es auch noch rein. Aber war nur halb so wild, schließlich waren in dem Bereich nur all unsere Anziehsachen verstaut🤬🤣 Puh, da habe ich kurz gedacht, jetzt hängt es Simone gleich richtig aus. Aber sie wurde einfach nur still. 🙈🙉🙊 Was aber auch nicht immer gut ist.
    Küchenrolle sei dank, konnte das Ausmaß der Verwüstung jedoch eingeschränkt werden. Und so legten wir uns letztlich schlafen in dem Glauben, dass es nicht mehr schlimmer kommen kann.
    Dann fing es an zu stürmen und zu donnern 😳
    Der Wagen hat so gewackelt, dass ich zwischendurch ein bissel Muffe hatte. Ich bin auch kein Fan von Gewitter🫣
    Und meine Frau? Schlummerte vor sich hin, als hätte sie nie etwas anderes getan.
    Nach kümmerlichen 4 Stunden Schlaf, brach endlich der neue Tag an und der Regen hörte auf. 😇
    Und wie es weiterging, schreibe ich euch beim nächsten Mal. Dann erfahrt ihr, wie schön ein Frühstück bei 6 Grad sein kann und wie ich es geschafft habe bei 21 Grad einen leichten Sonnenstich zu kriegen🤣🥰

    Bis bald eure Simone & Svenja
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  • NZ Südinsel-Ein Muss für Outdoormenschen

    17 maart 2023, Nieuw-Zeeland ⋅ 🌧 19 °C

    Kia Ora zusammen,

    nachdem auf der anderen Seite der Erde, ein Abenteuer und Outdoorerlebnis das nächste jagt, komme ich endlich mal wieder dazu euch zu berichten, wie es so läuft.

    Liebe Leute, es ist traumhaft schön und wir kommen aus dem Staunen nicht mehr raus. 🇳🇿💙

    Nachdem Simone und ich die Horrornacht schlechthin auf Norman Bates Campingplatz in der Nähe von Milford Sound verbracht haben, ging es dann am nächsten Tag endlich zum berühmten Fjord.
    Zuvor stand jedoch noch eine Herausforderung an: wie und wo frühstückt frau bei 4 Grad Außentemperatur?
    Ganz einfach. Draußen. 🤣 Mit Daunenjacke🤣 im Campingstuhl 🤣 Fein wars. Aber ein Tipp für alle Nachahmer: Trink den Tee schnell aus, es dauert exakt 8 Minuten nachdem das Wasser gekocht hat bis es wieder kalt wird 🤣 Und wer hätte gedacht, dass eine Müslischale so kalt werden kann. Zum ersten Mal habe ich Simone um ihr Marmeladenbrot beneidet. 🙈

    Nachdem wir unser frostiges Frühstück überstanden haben, ging es über Serpentinen an fantastischen Aussichtspunkten vorbei. Die Landschaft ist bergig, grün und von Wasserfällen durchzogen. 🥰 Mir fehlen die Worte um zu beschreiben wie abwechslungs- und facettenreich dieser Fleck Erde ist 💙

    Ganz ehrlich: mich hat der Weg zum Milford Sound schon geflasht. Was solllte denn da noch kommen? Würde ich am Ende enttäuscht sein?

    Wir gelangten auf einen kostenfreien Parkplatz der rund 25 Minuten Fussweg vom Bootsterminal entfernt war. Die ideale Möglichkeit einen Fjord zu erkunden ist natürlich eine Schiffstour, die wir für günstige 54 Euro pro Nase geschossen haben. Das Wetter hatte sich zum Glück beruhigt und so standen wir ganz plötzlich bei blauem Himmel und Sonnenschein vor dem Fjord. So lange habe ich darauf gewartet. Jahrelang habe ich Touren dorthin verkauft und davon geträumt selbst einmal hier zu stehen. Am 13. März hat sich mein Wunsch erfüllt. 🙏
    Um 13:00 ging es an Bord und wir schaukelten gemütlich durch eine Landschaft, die eine bizarre Mischung aus der Schweiz oder Österreich und Norwegen darstellte.🏞⛰️
    Rechts und links von uns türmten sich die Berge in die Höhe, während dutzende Wasserfälle den Weg hinab in den Fjord fanden. Einzigartig. 🥰
    Bitte verzeiht mir meine begrenzte Wortwahl, aber mir gehen die Superlative aus, um die Südinsel Neuseelands zu beschreiben 🥰
    Um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, sprangen plötzlich drei Delfine aus dem Wasser. Da habe ich echt gedacht, dass es nicht mehr besser kommen kann. 💙🫠
    Was für ein großartiger Tag und einzigartiges Erlebnis. Ihr erlebt mich nahezu sprachlos.🐬

    Da wusste ich aber auch noch nichts von Wanaka.😍

    Wanaka ist eine kleine Stadt rund 5 Stunden Fahrt vom Milford Sound entfernt. Die Stadt an sich ist charmant und am gleichnamigen Lake Wanaka gelegen. Der Campingplatz den ich hier rausgesucht hatte, lag direkt am Ufer des Sees und nach unserer Ankunft tauchten wir nach einer ausgiebigen Yogasession in das eisige Wasser. 🥶
    Wir waren schonmal im Obstanser See schwimmen, aber Leute, den fand ich dagegen wirklich warm. Das Wasser war so kalt, dass ohne Bewegung die Beine im Wasser nach wenigen Sekunden begannen taub zu werden. 😳 Aber das Panorama war der Hammer.🤣
    Nachdem die Sonne untergegangen war, durften wir außerdem eine wolkenlose Nacht erleben. Der Himmel war so klar, dass wir neben der Milchstraße auch Southern Cross sehen konnten. Das Sternenbild ist nur von der Südhalbkugel zu sehen und daher für Simone Neuland gewesen. Wir kamen beide aus dem Staunen nicht mehr raus.⭐️
    Am nächsten Tag standen wir ein wenig früher auf, denn wir hatten eine Wanderung auf den Roys Peak geplant. ⛰️ Der Gipfel des Berges ist in der näheren Umgebung der Höchste und sollte eine schöne Aussicht bieten. Angeschrieben war der intermediate hike (Wanderung Schwierigkeitsgrad 2 von 4) mit 6 Stunden Dauer. 😇
    Leute, es war der Hammer. Die tapfere Simone und ich erklommen den Gipfel in 3 Stunden. 10km mit 1200 Höhenmetern und wieder 10km zurück. In der prallen Sonne. Was für eine Quälerei. Aber ganz ehrlich: das war eines der geilsten Dinge, die ich jemals erleben durfte. Wir waren stehend ko, aber die Aussicht war so schön, dass ich am liebsten in Tränen ausgebrochen wäre vor lauter Glücksgefühlen. 🥰 Selbst Simone, die ja bekanntlich in den Bergen aufgewachsen ist, war total begeistert. Der Rückweg dauerte rund zwei Stunden und zog sich wie Kaugummi. Am Auto angekommen ging es zurück zum Campingplatz, ab ins eiskalte Seewasser. Zu dem Zeitpunkt plagten mich schon fiese Kopfschmerzen. Mein Kopf war bis zum nächsten Tag noch knallheiß und ließ sich durch nichts abkühlen.
    Simone war nur noch still, vor lauter Müdigkeit und Eindrücken 🥹 Wanaka, es war unbeschreiblich. Wir verlassen dich demütig und dankbar🫠 Auf Wiedersehen!

    Am folgenden Tag zogen wir weiter in Richtung Franz Josef Gletscher.
    Ich fasse mich kurz. Es hat aus Eimern gegossen, wir haben nichts gesehen und sind ohne Gletscherbesichtigung wieder abgereist.
    Bei der Abreise von unserem Campingplatz gab es jedoch noch einen kleinen Fauxpas. 😇Aber nur einen klitzekleinen 👌
    Als Simone den Wagen startete und einen Meter fuhr, brüllte ich sie an, sofort den Wagen zu stoppen. Verblüfft und etwas geschockt auf Grund meiner hysterischen Reaktion, trat Miss Beautiful auf die Bremse.
    Ich sprang sofort aus dem Wagen, hinter die Hecke unseres Stellplatzes, und kam mit dem kümmerlichen Rest des Camperstromkabels zurück.
    Wir hatten vergessen, den Camper von der Ladesäule zu nehmen 😵‍💫

    Oh mein Gott 🤐

    Was sich wie eine Katastrophe anfühlte, entpuppte sich jedoch als nicht ganz so schlimm wie befürchtet. Dank jahrelanger McGywer Erfahrung erkannte ich, dass das Problem nicht so arg war, ich mich jedoch mit 500 Watt Stromkreisläufen nicht besonders gut auskenne. Braunes Kabel = Erde, oder? 🤔 Da Youtube und Google auch keinen Rat wussten, und ich nur semi Lust auf einen Stromschlag verspürte, fuhren wir zu einer Tankstelle. Der belustigte Tankwart, der sich bei meiner Erzählung der Geschichte krümmte vor Lachen, kannte sich zwar nicht aus, empfahl uns jedoch eine Werkstatt 3km entfernt.
    In der Werkstatt angekommen wiederholte ich die Geschichte und auch der junge Ire, der dort Dienst hatte lachte mich lauthals aus 🫣 Mit Recht 🤣 30 Minuten und 15 Dollar später zogen Moni, der geflickte Stinky und ich von dannen. 🤪 Schwein gehabt. 🐖
    Weiter ging es in den Norden zum Abel Tasman Nationalpark. Satte 500km dauerte es bis endlich wieder die Sonne schien und wir einen neuen Fleck Mittelerde entdecken durften, der uns die nächsten "aaahs" und "ooohs" entlockte.
    Dazu erzähle ich euch beim nächsten Mal mehr, sonst dauert dieser Beitrag ja ewig 🤣
    Macht es gut und bis zum nächsten Mal.
    Eure Simone & Svenja
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  • NZ - bye bye Südinsel, hello Nordinsel

    22 maart 2023, Nieuw-Zeeland ⋅ ⛅ 9 °C

    Kia Ora zusammen,

    mittlerweile sind wir auf der Nordinsel unterwegs und verbringen hier noch 13 Tage, bevor wir Neuseeland auf Wiedersehen sagen und nach San Francisco fliegen werden.🌁

    Allerdings schulde ich euch noch Erzählungen von drei Tagen auf der Südinsel, die ich euch nicht vorenthalten will. 😉

    Nachdem wir also vor Wind und Wetter am Franz Josef Gletscher gen Norden geflüchtet sind, landeten wir auf einem wundervollen Campingplatz am Rande des Abel Tasman Nationalparks.
    Der direkt am Meer gelegene Platz, war einer der schönsten Campingplätze unserer Reise.
    Am Morgen kletterte ich aus dem Van und auf dem Weg zu den Sanitäranlagen fiel mir auf, dass sich der Zugang zum Strand nur wenige Meter entfernt von Stinky befand.
    Ich schmiedete einen Plan 😉
    Als Simone aus der Dusche kam und ihren Weg zurück zum Camper antrat, fing ich sie unterwegs ab und zog sie an der Hand hinter mir her, Richtung Strand. 🏖Sofort leuchteten ihre Augen beim Anblick des Ozeans, den die Sonne mit ihren ersten Strahlen in warmes Licht tauchte. 🌞 Erst auf den zweiten Blick sah sie, dass ich mit unserem Campingtisch und Campingstühlen einen Frühstücksplatz aufgebaut habe. Und so frühstückten wir zu zweit, ganz allein an einem weiten Sandstrand. Was für ein Start in den Tag. 🌞 Der "Rest" des Tages verlief entspannt und wir ließen unsere Seelen baumeln, planten unser weiteres Vorgehen, machten Yoga am Strand, gingen spazieren, dösten in der Sonne und verarbeiteten ganz einfach die unzähligen Eindrücke der letzten Wochen. 🥰
    Am nächsten Tag klingelte der Wecker ein wenig früher, da wir eine Wanderung im Abel Tasman Nationalpark geplant hatten.🕖 Der Rezeptionist unseres Campingplatzes gab mir den Tipp, den sogenannten Nothern Loop zu laufen. Sah auf der Karte super aus und so packten wir Proviant ein und machten uns auf den Weg. 16km lang sei der Trek und dauere rund 6 Stunden hieß es.🤓
    An meiner Nutzung des Konjunktivs merkt ihr schon, dass die Realität eine andere war. 🤥🤣 Dazu gleich mehr.
    Wir wanderten also von unserem Startpunkt, einem Parkplatz am Rande des Nationalparks top motiviert los und verständigten uns darauf, heute mal eine ruhigere Runde zu machen und nicht wieder so eine 20km Tour wie bei Roys Peak in Wanaka abzuspulen. 😇
    Es ging also entspannt an der Küste entlang, durch einen Wald und der Weg war einfach zu begehen. Nach einiger Zeit erreichten wir wunderschöne, einsame Buchten, mit goldenen Sandstränden und türkisfarbenem Meer. Ein Hauch von Karibik lag in der Luft. Wir wanderten weiter, angetan von unserer Umgebung, dem milden Klima, dem Sonnenschein und unserer puren Lebensfreude.🥰
    Dann erreichten wir den nächsten Strand. Und noch einen.... Wunderschön. Aber laut Fitnessuhr waren wir schon 10km gelaufen und wir waren nach wie vor noch nicht auf dem Rückweg.🫥
    Irgendwann kam er dann. Der Rückweg. Er führte über einen 400m hohen Berg. 400 Höhenmeter? Halb so wild. Aber nach bereits 15km in den Beinen, war es schon eine Herausforderung. Die Steigung und die Beschaffenheit des Weges, die wirklich...ich bitte um Verzeihung...kacke war, machten uns langsam aber sicher fertig. 💩 Simone wiederholte ab Kilometer 18 nur noch:"Langsam mog i nimmer". Langsam reichts ma." 🤣
    Lange Rede kurzer Sinn, unsere ruhigere Runde dauerte am Ende 7 Stunden und war nicht 16 sondern 25km lang. Hoppala, da hatte der gute Rezeptionist wohl einen leichten Hänger. 🙃 Vielleicht meinte er aber auch 16 Meilen, wer weiß?!😅 Wir werden es nicht erfahren. Es war zwar schweißtreibend und anstrengend (schon wieder), aber es hat sich gelohnt (schon wieder 🥰🤣).
    Am nächsten Tag ging es dann mit der Fähre auf die Nordinsel.
    In Wellington angekommen, düsten wir jedoch gleich weiter, da uns beiden nicht nach Großstadt zumute war.
    Und so ging es nach einer kurzen Zwischenübernachtung zum Egmont Nationalpark.
    Der formvollendete, erloschene Vulkan liegt an der Südwestküste der Nordinsel Neuseelands und ist rund 2500m hoch.
    Der von uns gewählte Campingplatz befand sich rund 20km vom Fuße des Berges entfernt und bot einen atemberaubenden Ausblick auf den Vulkan. 🏔
    Und was macht man auf einem Vulkan? Natürlich wandern.😅 Dieses Mal waren wir aber wirklich moderat unterwegs und bewältigten einen Rundweg, der eigentlich 2 Stunden dauern sollte, in 1 Stunde und 15 Minuten. Ein Spaziergang. Wir sind gerade ein wenig in Übung könnte man meinen 😉🤣😅 Nordinsel bisher finden wir dich ebenfalls super, auch wenn du nochmal ganz anders bist als dein Pendant im Süden.

    Wie unser Abenteuer auf der Nordinsel weiterging erzähle ich euch beim nächsten Mal.

    Seid gespannt auf weitere Geschichten aus dem Auenland, darauf das Glühwürmchen gar nicht so niedlich sind, wie ihr Name klingt und auf Surfversuche an Traumstränden 🤙bis bald, eure Simone & Svenja 🤗
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  • Neuseeland - es war uns ein Fest mit dir

    29 maart 2023, Nieuw-Zeeland ⋅ 🌙 15 °C

    Kia Ora zusammen,

    es wird Zeit für unseren "letzten" Artikel aus Neuseeland, denn am 2. April geht unser Flieger Richtung USA und unsere Campingzeit auf dieser Reise endet nun. 🚐 Auch wenn er uns des öfteren geärgert hat, so ist uns Stinky doch ans Herz gewachsen und das weitere Reisen ohne Camper wird auf jeden Fall wieder eine Umstellung werden.

    Freut euch auf zukünftige Busgeschichten, dann aus Ecuador,Costa Rica etc.

    Aber das ist noch Zukunftsmusik 🎶

    Nachdem wir den Egmont Nationalpark hinter uns gelassen haben, ging es zu den Waitomo Caves. Diesen Stopp habe ich mir gewünscht. Auch wenn es wahnsinnig touristisch ist, ich wollte gerne in die Glühwürmchenhöhle. Dafür durfte sich Simone etwas wünschen und entschied sich für Hobbiton. Doch eins nach dem anderen. 🥰

    Die Waitomo Höhlen sind die Heimat von Millionen von Glühwürmchen und es gibt die Möglichkeit über einen Fluss in die dunkle Glühwürmchenhöhle zu fahren und die flureszierenden Tierchen in ihrem Lebensraum zu beobachten.

    Man kann sich das in etwa so vorstellen, als wenn man in einen glasklaren Sternenhimmel schaut, nur nicht unter freiem Himmel, sondern im Bauch einer Höhle. Der Anblick war magisch, auch wenn wir mit 22 anderen Menschen in dem Boot waren, war es ein toller Moment. 🌟🌟

    Touristisch ist das Ganze natürlich bis zum geht nicht mehr und mir ging ein wenig die Romantik verloren, als ich erfuhr, dass nicht die Glühwürmchen selbst der Höhle chillen, sondern Millionen ihrer Nachkommen, die in Form von Larven an schleimigen Fäden von der Decke baumeln. Aber hey, sie leuchten im Dunkeln und aus Marketing und Sales Sicht ist die Vermarktung von einer Glühwürmchenhöhle deutlich attraktiver als das Anpreisen von schleimigen Larven oder?🤣
    Also schleimige Larven hätte ich mir eigentlich nicht anschauen wollen🤣 Aber nach der Erkenntnis war der Zauber ein wenig gebrochen. Schön war es alle mal. Aber es war eher so ein "once in a lifetime" Erlebnis. Für 35 Euro inklusive einer Führung durch eine beeindruckende Höhle, muss man allerdings sagen, dass es sich geradezu um ein neuseeländisches Schnäppchen handelte. Wahre Glühwürmchen wären wahrscheinlich doppelt so teuer gewesen 🤣🤣🤣

    Am gleichen Tag eierten Stinky, Moni und ich Richtung Hobbiton, wo wir auf einem kleinem Campingplatz auf einer Farm mit netter Aussicht auf eine Auenland-artige Landschaft nächtigten. Das Ganze für 6 Euro pro Nase. Schnapper 🎯
    Am Morgen des 25. März ging es ins wahre Auenland.🧝‍♀️
    Simone war aufgeregt wie ein kleiner Hobbit, wie ich sie selten bisher gesehen habe. 🧝‍♀️

    Am Set angenommen, steigt man in einen Reisebus der einen zum Dorf bringt. Die Fahrt führt über eine Schafsfarm, die 30.000 Schafen eine Heimat bietet. Ja, dreisigtausend 🐑 🐑 🐑. Da kann man oft einschlafen bis man alle gezählt hat 🤣

    Am Ort des Geschehens angekommen stellt sich der Guide vor. In unserem Fall handelte es sich um eine lebhafte, humorvolle Kiwi (Einwohnerin Neuseelands), der man auf Anhieb anmerkte, die Frau liebt ihren Job und die Filme.
    Ein individueller Spaziergang über das Set ist nicht möglich, die Buchung einer Tour ist quasi Pflicht.
    So ging es also nach Hobbiton und wir durften verschiedene Hobbit Häuser betrachten, die mit sehr viel Liebe zum Detail gestaltet wurden.
    Am Ende gab es noch ein Bierchen aufs Haus im berühmten "grünen Drachen ", dem Gasthaus des Dorfes. 🐉

    Alles in Allem war es ein überraschend nettes Erlebnis und ist durchaus sehenswert, auch für Leute, die "Herr der Ringe" nicht gesehen haben, sondern einfach gerne schöne Orte mit schönen Gärten besuchen.

    Die Tour dauerte zwei Stunden und kostet umgerechnet 50 Euro. Nicht so günstig wie die Schleim-Larven, dafür bekommt man aber was darauf steht. Nämlich Hobbiton in Mittelerde 😉

    Nachdem wir das Auenland hinter uns ließen, ging es einige Kilometer weiter nach Rotorua. Der gleichnamige See birgt eine Besonderheit. Es handelt sich um einen Schwefelsee. Die gesamte Region befindet sich in einem Vulkan aktiven Gebiet, sodass es überall heiße Quellen und Geysire gibt. Klingt schön, müffelt aber sehr penetrant und leider kostet selbst das Begehen einiger Wanderwege rund 40 NZD (rund 25 Euro) was wir aber nicht eingesehen haben.
    So machten wir einen Spaziergang an dem stinkenden See, der uns nach 20 Minuten keine Freude mehr bereitete und wir entschlossen uns zu einer Wanderung (kostenfrei) in einem Redwood-Baum-Wald (geile Wortschöpfung was?😅)
    Es gab hier mehrere Rundwege, zwischen 2,5km und 11,5km Länge. Wir entschieden uns für die 11,5km.
    Leider war unser Wandervergnügen dieses Mal nur von kurzer Dauer.
    Als wir nämlich nach 4km die erste Trinkpause einlegen wollten, stellten wir fest, dass ich die Wasserflaschen im Auto vergessen habe. Blöd. Also ging es wieder zurück zu Stinky.
    Gesamtfazit Rotorua: War ok, hätte Potenzial haben können, ist leider auch an einem Dummheitsanfall meinerseits gescheitert 🤣 Vielleicht ein anderes Mal. Wanderwege mit Gebühren? Unsexy. Weiter geht's.

    Von Rotorua aus ging es nach 3,5 Stunden kurvenreicher Fahrt auf die Coromandel Halbinsel.
    Zufällig endete am Tag unserer Anreise ein riesiges Oldtimer Treffen in der Region und so hatten wir das Vergnügen während unserer Fahrt, rund 300 Oldtimer sehen zu dürfen, darunter wenigstens 25 Mustangs von denen 2 rot waren 🤍 Die Landschaft war übrigens auch schön 😉🥰

    Unser Ziel hieß Hot Water Beach. Am besagten Strand gab es einen Abschnitt der von einer unterirdischen Quelle erhitzt wurde, sodass bei Ebbe die Möglichkeit entstand beim Graben eines Loches im Sand auf warmes Wasser zu stoßen und somit einen natürlichen Warmwasserpool zu erschaffen. Wohlgemerkt bei Ebbe. ☝️
    Als wir an dem malerischen Strand eintrafen, um spazieren zugehen, fanden wir einen Haufen Touris vor, die mit geliehenen(!) Schaufeln wie die Wahnsinnigen Löcher gruben, um auf warmes Wasser zu stoßen. Dabei war es ihnen völlig egal, dass gerade Flut war und die erforderliche Stelle gar nicht erreichbar war. 🤷🏼‍♀️🤦🏼‍♀️🤣
    Es ist doch immer wieder herrlich, den Menschen in seiner natürlichen Blödheit beobachten zu dürfen. 🤣
    War lustig. Wir haben vom Löcher graben selbst bei Ebbe abgesehen, weil es einfach keinen Flair hatte, sich zwischen dutzende von Leuten zu hocken, wenn 20m weiter ein wundervoller, menschenleerer Sandstrand mit 1km Länge verläuft. Außerdem, sorry, aber 10 Dollar Leihgebühr für eine Schaufel? Euer Ernst? 🫨🥴
    Wir haben uns an dem 1km langen Traumstrand ausgetobt und sogar einen Surf und Bodyboard Versuch gestartet. Semi erfolgreich, aber es hat richtig Spaß gemacht. 🏄🏽‍♀️🏄🏼‍♀️

    Wie die letzten zwei Tage in Coromanndel und das Finale in Auckland verlief, erzähle ich euch beim nächsten Mal.
    Passt auf euch auf. 🥰
    Eure Simone & Svenja 😎
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  • San Francisco - Wiedersehen macht Freude

    4 april 2023, Verenigde Staten ⋅ ☁️ 10 °C

    Howdy zusammen,

    nachdem wir drei entspannte Tage in Auckland, der größten Stadt Neuseelands verbracht haben, ging es am 2. April nach San Francisco. 🌉

    Die Zeit in Auckland war wirklich schön, allerdings hat uns die Stadt nicht soooo umgehauen. Am Wasser gelegen ist die Metropole sehr maritim geprägt und modern. Eine überraschend ruhige Großstadt, da es sehr viele E-Autos gibt und der typische Stadtlärm dadurch auf ein Minimum reduziert ist.🏙

    Also so ganz anders als San Francisco.

    Meine Güte, das Chaos fing schon bei der Anreise an. 🤣 Wusstet ihr das es in Neuseeland ebenfalls eine Sommer- und Winterzeit gibt? Wir auch nicht. 🤣 Ich dachte so gaga sind nur die Europäer. Ratet wann die Uhr umgestellt wird? Ja richtig am 2. April von 3:00 zurück auf 2:00. Ratet wer für 3:00 morgens ein Taxi vorbestellt hat und einen Wecker für 2:00 gestellt hat? Japp... war geil. Hat ein bissel gedauert bis wir geschnallt haben, was los ist 🤣 Aber immerhin konnte wir uns nochmal eine Stunde hinlegen. Juhu 3 Stunden Schlaf, statt 2... Aber wer will schon auf einer Weltreise jammern. 😇🤣
    Apropos, wusstet ihr, dass die Zeitumstellung in Europa bereits 2018 abgewählt wurde? Die Umsetzung läuft nur offensichtlich schleppend, aber das ist ein anderes Thema 😇 Ich habe es nur erwähnt, damit es euch auch nochmal nervt und ihr nochmal besser nachempfindet was wir meinen 🤣

    Als wir dann endlich endlich am Flughafen um 3:30 ankamen und eingecheckt haben, ging unserer Flug pünktlich um 6:25 in Auckland los. Aber nicht direkt nach San Francisco. Sondern nach Brisbane. Australien. Wer die Weltkarte im Kopf oder Globus in der Hand hat wird feststellen... ist ein kleiner Umweg. 🤣 Nach vier Stunden Flugzeit in Richtung Osten, einer verzögerten Landung und einem strammen Marsch quer durch den Flughafen in Brisbane, gelangten wir 5 Minuten vorm Boarding am Gate zu unserem Weiterflug nach San Fran, zurück in Richtung Westen, an.
    Dann folgte der erste kurze Schweißausbruch. Der Mensch am Schalter wollte aufgrund einer nicht näher definierten Fehlermeldung auf seinem Computer alles von uns wissen und Unterlagen sehen. Einreisepapiere, Ausreisetickets, Hotelbuchung, Hoteladresse, Telefonnummer, Impfnachweis,...blablabla 🫣 Am Ende standen wir 20 Minuten am Schalter umringt von der halben Service Mannschaft und die Fehlermeldung wollte einfach nicht verschwinden.
    Zum Glück sahen die Menschen der Airline dann irgendwann ein, dass wir wirklich keine Terroristen sind und ließen uns ins Flugzeug ✈️.
    Juhu, Simone's erstem USA Aufenthalt stand also nichts mehr im Weg. 🫡

    Dachten wir.😉

    Wir eierten also zu unseren Plätzen, mittlere Sitzreihe, wie sollte es bei einem 13 Stunden Flug auch anders sein,und hockten uns hin.
    👸🏼👸🏽
    Und das Flugzeug füllte sich munter... mit vielen Menschen. Großen Menschen, kleinen Menschen und mit ganz kleinen Menschen... Ja richtig. Vor uns saß eine 4 köpfige Familie. Mutter, Vater, Tochter 4 Jahre, Sohn 1,5 Jahre.
    Soweit so gut. Sohn 1,5 Jahre erwies alsbald jedoch als richtige Krätze. Kennt ihr so Kinder, die einfach immer heulen, egal weshalb. So einer war das. Nur noch ein bissel schlimmer. Krätze holte also schon vor dem Abflug alles auch sich heraus. Und das war eine Menge.😵‍💫

    Irgendwann erfolgte dann eine Durchsage des Kapitäns, dass beim letzten Check der Maschine ein Problem aufgetaucht sei, dass es zu beheben galt. Ok. Also sollten wir uns verspäten. Ich bin froh, dass der Fehler vor dem Start aufgefallen ist, keine Frage. Aber zwei Stunden hinter Krätze, seinen passiven Eltern und dem Wissen, dass noch 13 Stunden Flug vor einem liegen, kann mal ganz kurz demotivierend wirken. 🤣

    Zum dem Zeitpunkt wußten wir aber auch noch nichts von Kackbratze.💩
    Kackbratze war das dreijährige Mädel in der Reihe rechts hinter uns, die während des Fluges dermaßen am Rad gedreht hat, dass ihre Mutter neben ihr vor lauter Verzweiflung gleich mit geheult hat. Sowas habe ich noch nie gesehen. Wahnsinn.
    🤣 Ihr hättet Simones Gesicht nach drei Stunden Heulerei sehen müssen 🤣

    Ich orderte Rotwein.🍷 Die Stewardess nahm meine Bestellung mit einem wissenden, mitleidigen Lächeln entgegen 😂

    Lange Rede kurzer Sinn... Nach einigen Stunden waren sowohl Krätze als auch Kackbratze endlich leer geschrien, so dass wir noch zu fünf Stunden Schlaf kamen.

    Geiler Flug. NICHT.

    Aaaaber hey Leute, nun ist klar, wir werden die Welt einmal umrunden und wir haben die Datumsgrenze überflogen. Mega cool.😎 Naja, für so Reise Nerds wie mich zumindest 🤓
    Fun fact: wir sind am 2. April morgens um 6:35 in Neuseeland losgeflogen, um nach 21 Stunden Reisezeit am 2. April um 9:00 in San Francisco zu landen (geplant war 6:25). Geil oder? Wir sind quasi einen Tag jünger geworden 🤣
    Find ich super.
    Mache ich jetzt jeden Tag 😂 Was für ein Trick oder? 😉

    In San Fran angekommen war die Einreise überraschend einfach und in der Ankunftshalle erwartete uns ein bekanntes Gesicht. 👩🏻‍🦳Janet, unsere Reisebegleiterin, die wir auf dem ersten Teil unserer Reise in Malaysia kennengelernt haben, lebt in der Nähe von San Francisco und hat uns am Flughafen eingesammelt, sich in unser Hostel eingemietet und verbringt nun die nächsten Tage mit uns 😇🥰

    Und wie Janet, Simone und ich, zusammen 156 Jahre alt, es geschafft haben in drei Tagen 117km zusammen zu laufen, erzähle ich euch beim nächsten Mal 🙃

    Macht es gut, bis bald. 🥰
    Eure Simone & Svenja
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  • San Francisco - Ein Marathon in 4 Tagen

    7 april 2023, Verenigde Staten ⋅ ☁️ 13 °C

    Howdy zusammen,

    mittlerweile sind wir in Quito, der Hauptstadt von Ecuador angekommen und bevor wir in unser Südamerika Abenteuer starten, möchte ich euch noch von unserer Zeit in San Fran berichten. 🌉

    Nachdem wir den Horrorflug schlechthin hinter uns gebracht hatten, wurden wir von Janet am Flughafen in Empfang genommen. Nach der Tortur des Fluges muss ich gestehen, war ich sehr froh, dass wir uns nicht mit irgendeiner Checkerei beschäftigen mussten, wie wir vom Airport in die Stadt kommen🙏

    Wir gurkten also mit Janets Auto zu unserem Hostel, dass sich glücklicherweise als gute Wahl entpuppte und schmiedeten den Plan nach einer Dusche, entspannt in den Tag zu starten und ein kleines Frühstück zu uns zu nehmen. Die Dusche war einer der besten meines Lebens. Nicht weil die Kabine so hübsch war (war sie nicht), sondern einfach, weil sie schlichtweg existierte🚿 Manchmal sind es die kleinen Dinge, die das Leben unglaublich bereichern 😇.

    Nachdem wir wieder gut dufteten und frische Sachen angezogen hatten, ging es zu Fuss in die Stadt. Um genau zu sein zum Ferrybuilding, in welchem Janet für 10 Jahre arbeitete.

    Das Gebäude erinnert an eine Markthalle und ist ziemlich geschäftig zu jeder Tageszeit.
    Das Wetter belohnte unsere Strapazen ebenfalls und die Stadt begrüßte uns mit stahlblauem Himmel und Sonnenschein pur. Und das bei angenehmen Temperaturen. Abgesehen vom Wind, der wirklich kalt war und fies, aber gute Kleidung ist alles. 😋

    Wir spazierten die Küste entlang bis zur Fishermans Wharf, die einen Pier beherbergt, der von Touristen gerne besucht wird, aufgrund des großen gastronomischen Angebots und der vorgelagerten Insel Alcatraz.
    Irgendwie haben Simone und ich es auf dieser Tour mit Gefängnissen 🤣 Ich hoffe, dass war es dann aber entgültig mit diesem Thema 🤣

    Entspannte 12 km Fussmarsch später und unzähliger Geschichten, die wir mit Janet austauschten, immerhin hatten wir drei Jahre nachzuholen, ging es ins Hostel für einen kleinen Nachmittagsschlaf. 😴

    Abends ging es noch auf ein Bier in eine Bar, bevor wir den ersten Tag überraschend aktiv in San Fran verbracht hatten und komatös ins Bett fielen.

    Der Schlaf war himmlisch und dauerte 11 Stunden 🤣 Danach waren wir wieder hergestellt und bereit für neue Abenteuer.

    Nach einem McDonalds Frühstück, dass überraschend lecker war, fuhren wir mit dem Zug in den Stadteil Castro, welcher für seine Theater, Kunst und Regenbogen-Szene sehr bekannt ist. Außerdem gibt es sehr viele, besonders schön restaurierte viktorianische Häuser, unter anderem die "painted Ladies", die der eine oder andere von euch bestimmt aus der Sitcom "Full House" aus den 90igern kennt. Simone war hin und weg 🥰
    Nach 14km Fussmarsch hatten Janet und Simone genug und gönnten sich eine kurze Auszeit. Ich erkunde derweil Chinatown und verschaffte mir so einen Überblick über die kulinarischen Möglichkeiten des Tages.

    Bevor es für mich jedoch nach China Town ging und die Damen ihre wohlverdiente Pause machen konnten, durchquerten wir das Viertel "Mission" und liefen dabei über die "Marketstreet". Ich war vor einigen Jahren schon mal in San Francisco und hatte die Straße als Shoppingmeile in Erinnerung. Ist sie auch immer noch. Aber nur noch bis zur Hälfte. Die andere Hälfte beherbergt hunderte von obdachlosen Menschen, die nichts besitzen außer der Kleidung, die sie tragen und vor sich hin vegetieren. Leute, wir waren schockiert. Selbst Janet war sprachlos, wie verheerend die Pandemieauswirkungen, die Oxiepedemie und explodierende Immobilienpreise den Menschen zusetzen. Die Armut ist kaum zu ertragen, es stinkt bestialisch nach ungewaschenen Menschen, nach Exkrementen und viele der Menschen, denen es so ergeht, sind Veteranen oder Menschen mit einer Behinderung. Erwähnte ich, dass etwa 95% dieser Menschen schwarz sind.Willkommen in Amerika. Dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Ihr wisst schon, Black Lives Matter und so. Es ist einfach nur zum kotzen. Entschuldigt meine Ausdrucksweise, doch der Schock sitzt noch tief und mit einem solchen Ausmaß hatten wir alle nicht gerechnet. Ein Trauerspiel. 😥

    Da der Dollar zur Zeit sehr mächtig ist und der Euro auf Talfahrt, sind die USA ein wirklich teures Pflaster. Nicht das es nicht nur nicht leistbar ist für viele Menschen, die dort leben, sondern auch ich war teilweise schockiert und Neuseeland erschien mir plötzlich mit seinem 7 Euro für ein Bier und 3 Euro für eine Flasche Wasser günstig, wenn Bier in den Staaten 9 Euro kostet und Wasser 5 Euro. 🤦🏼‍♀️ Wer hätte das gedacht?!
    Bei einem Mindestlohn von 8 Euro die Stunde und Mieten, die bei 3000 Euro im Monat für ein Einzimmer-Apartment anfangen, wen wundert es, dass in San Francisco mittlerweile über 8000 Menschen auf der Straße leben.
    Nur das man es mal gehört hat, in Los Angeles sind es mittlerweile 40.000 (nein, leider habe ich mich nicht vertippt). Soviel zur Schattenseite von SF, die uns alle an dem Abend noch beschäftigte 🤔.

    An Tag 3 war die Stimmung wieder gut und wir richteten unser Augenmerk auf die Lichtblicke der Stadt. Mit der Fähre ging es durch die Bucht, an Alcatraz und der Golden Gate Bridge vorbei, nach Sausalitos.
    Der Stadtteil ist wohlhabend, es gibt eine Strandpromenade, ausgezeichnetes Fish&Chips und diverse Kunstgalerien. Licht und Schatten liegen oft sehr nah beieinander.
    Der Ausblick auf die Skyline ist wirklich schön und der Perspektivwechsel hat uns sehr gut getan. Es folgte eine Wanderung durch die Stadt, vorbei an diverser Streetart und Graffitikunst.
    13km später ging es dann ins Bett. 😴

    Tag 4 hatte das Ziel zu einem Aussichtspunkt zu gelangen, um die Golden Gate Bridge noch einmal aus einem anderen Winkel zu sehen, zu flanieren und natürlich mit der nostalgischen Straßenbahn zu fahren.
    Den Aussichtspunkt hatten wir nach 8km noch immer nicht erreicht, also gaben wir auf und schlenderten gemütlich durch die Straßen, aßen Eis und machten Pläne für ein Wiedersehen mit Janet.
    Am Ende hatten wir wieder 12 km Fussmarsch auf der Uhr und waren entsprechend fertig. 😴

    Zusammenfassend können wir sagen, dass wir mit Janet wirklich Spaß hatten, unglaublich viel gesehen haben, aber auch für uns festgestellt haben, dass Amerika irgendwie nicht unser Pflaster ist. Abgesehen von der Armut waren viele Leute extrem oberflächlich oder von einem zwanghaften Drang nach Aufmerksamkeit getrieben. War mal cool die Staaten zu sehen bzw. wiederzusehen. Brauchen wir beide erstmal nicht mehr. 🫡
    Daher findet unser nächstes Treffen mit Janet wahrscheinlich in Europa statt. 🥰
    Zu Janet möchte ich an der Stelle noch ein paar Worte verlieren. Ich bin beeindruckt, wie es eine 76 Jahre alte Frau schafft, mit Stiefeln oder normalen Sneakern in 4 Tagen 51km zu laufen. Respekt!
    Und so heißt es am 6. April: "See you Janet, take care and thank you for this awesome adventure!"🥰

    Wir lesen uns in Südamerika 😎

    Bis bald eure Simone & Svenja
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  • Ecuador - vielleicht ein anderes Mal

    14 april 2023, Ecuador ⋅ ☁️ 27 °C

    Hola zusammen,

    heute ist der 14. April 2023 und nach 8 Tagen haben wir uns entschieden unser Südamerika Abenteuer wieder zu beenden und weiterzuziehen.

    Unsere Ankunft in Quito, der Hauptstadt von Ecuador erfolgte am Morgen (01:00) des 7. April.

    Am Flughafen angekommen, erwartete uns ein bereits gebuchter Transfer von Seiten des Hotels. Hier ergab sich schon die erste Problematik: Niemand, und ich meine wirklich niemand, sprach englisch. 🤔 Ich muss zugeben, dass mich dies überrascht hat, denn beispielsweise in Asien wird zumindest ein wenig englisch gesprochen. Aber was soll's. Andere Länder, andere Sitten.

    Es folgte eine 45 minütige Taxifahrt zu unserem Hostal, deren Mitarbeiter uns bereits an der Tür erwartete und uns hektisch ins Haus winkte.

    Die Nachbarschaft bestand aus wenig einladenden Gassen, dunklen Ecken und Müll auf den Straßen.
    Das fing ja gut an...

    Im Zimmer angekommen, stellten wir überrascht fest, dass das von außen unscheinbare Hostal ein kleines Juwel ist, dass mit sehr viel Liebe zum Detail dekoriert wurde und über eine süße Dachterrasse mit vielen Blumen und Pflanzen verfügte. 🥰

    Nach einem ausgiebigen Nachholbedarf an Schlaf, gingen wir am nächsten Tag in die Stadt.
    Die Altstadt von Quito ist rund 20 Minuten zu Fuss von der Unterkunft entfernt und so begaben wir uns auf den Weg. Die Nachbarschaft war tagsüber nicht schöner, nur lebhafter. Nach nur wenigen Metern stellte sich schon heraus, meine blonden Haaren sollten sich als sehr anstrengend erweisen, da ich überall auffiel wie ein bunter Hund. Und die Blicke, die man mir zuwarf waren nicht oft freundlich. Im Gegenteil.
    In der Stadt angekommen entdecken wir ein Café in einem Innenhof, dass eine tolle Atmosphäre versprühte. Wir tranken Tee und Kaffee und genossen es dort zu sitzen. Ein erster Lichtblick 🥰
    Nach unserem Kaffee Stop ging es in die Altstadt. Architektonisch war die Stadt ausgesprochen schön, viele Menschen waren allerdings nach wie vor unfreundlich bis geradezu feindselig. Als es anfing zu regnen, suchten wir unter einen Dachgiebel Schutz. Als Simone für eine ältere Dame Platz machte, wurde sie zum Dank dafür angespuckt.
    20 Minuten später wurde sie so massiv und provokant angerempelt, dass ich dachte ich bin im falschen Film. Mein Smartphone und meine bauchtasche befanden sich zu dem Zeitpunkt bereits in meiner Hose, da Taschendiebstahl in Quito beinahe Volkssport ist. Nach dieser Erfahrung, die wenig mit Gastfreundschaft zu tun hatte, liefen wir zu Fuss zurück ins Hostal. Weil der Tag so geil lief, wurde Simone als besonderes Highlight des Tages noch von einer Taube angeschissen. Aber Leute, ich weiß nicht was das Vieh gefressen hat, aber der gesamte Rucksack war von oben bis unten bekackt, sowie die Rückseite meiner langen Hose. Teufelsviech. 😈 Dieses Ereignis stand auf jeden Fall sinnbildlich für unsere Stimmung und den Tag.
    Es folgte eine schlaflose Nacht voller quälender Fragen. Mehrere Reisende und auch Hostalangestellte, rieten uns davon ab, mit Bussen oder zu Fuss im Land unterwegs zu sein. "Zu gefährlich" war der Satz, den wir am meisten hörten. Geil. Nicht.

    Was nun? Wir einigten uns darauf eine geführte Tour außerhalb der Stadt an einem Vulkan zu unternehmen ,um uns ein besseres Bild zu machen.

    Quito liegt übrigens 2800m über dem Meeresspiegel und die Stadt ist der Inbegriff von Umweltsünde. Der Diesel ist schlecht, die Temperaturen hoch, die Lage gleicht einem Kessel und die Luftqualität ist die furchtbarste, die ich je erlebt habe. Und das nachdem wir 6 Monate in Asien waren. Kennt ihr euch aus?

    Ergo, am nächsten Tag lagen wir beide flach mit Magen- und Kopfschmerzen. 😷

    Ausflug verschoben. 🫣

    Das brachte für Simone dann letztendlich das Fass zum überlaufen und so entschieden wir uns unsere Reisepläne zu ändern, statt einen Monat, nur rund eine Woche zu bleiben.

    Am nächsten Tag machten wir den Ausflug mit dem Hostalbesitzer privat und bestaunten den Vulkan Cotopaxi, der als Wahrzeichen des Landes gilt. Die Landschaft war sehr grün, der Gipfel schneebedeckt, es gab wundervolle Blumen und Wildpferde zu sehen. 🥰 Endlich mal eine Entschädigung.

    Von Cotopaxi ging es zum Quilotoa. Der Vulkan ist dadurch ein besonderer, da sich sein Krater über die Jahre mit Regenwasser gefüllt hat und durch die Mineralien im Boden eine fantastische Farbe hat.
    Der See befindet sich auf rund 3500m und eine kurze Wanderung in der Höhe fühlt sich an, als ob jemand dir die Luft abdreht, weil der Sauerstoffgehalt in der Höhe bereits spürbar niedriger ist. Nach 100m Aufstieg fühlten wir uns, als wenn wir nach Obstans gelaufen sind. 😶‍🌫️🥵

    Die Fahrt zurück nach Quito führte uns durch eine beeindruckende Andenlandschaft, die uns beiden wirklich gut gefallen hat.

    Zwischenfazit: Quito: der absolute Horror, außerhalb von Quito: beeindruckende Landschaft.

    Wir hatten noch zwei Tage übrig und wollten noch ein wenig vom Land sehen.

    Wir besuchten den Mittelpunkt der Erde 🌎 . Der Name Equador kommt ja nicht von ungefähr. Hier starten bekanntlich der Äquator und der Nullmerdian. Ein absolutes Highlight. Wir besuchten hier ein Museum, das sehr eindrucksvoll die wissenschaftlichen und physikalischen Auswirkungen der Anwesenheit des Äquators aufzeigen.
    Und das mit einem Guide in sehr gutem Englisch. Dies war der erste und einzige Mensch, den wir trafen, der sehr gut englisch sprach. Einschließlich aller Taxifahrer, Flughafenmitarbeiter etc.
    Am Mittelpunkt der Erde balancierten wir auf dem Äquator, sprangen binnen Sekunden zwischen der Nordhalbkugel und der Südhalbkugel hin und her. 🥰 Wir haben es geliebt, das war ein wirklich cooles Ereignis. 🥰

    Am Ende stand noch ein Besuch in Mindo an. Das Dorf ist ein Mekka für Outdoorenthusiasten und rund zwei Stunden von Quito entfernt.
    Unser Guide stoppte unterwegs auf einer Kaffeeplantage umgeben von Regenwald. Simone war total begeistert 🥰 .

    In Mindo angekommen habe ich mich direkt an Pai in Thailand erinnert gefühlt und mich ein bissel in den Ort verliebt. Wir besuchten hier eine Colibri Station, an der man die Möglichkeit hat, die kleinen munteren Vögelchen aus der Nähe zu betrachten und sie mit Zuckerwasser zu füttern. Das war wirklich nett und zwischenzeitlich war auf unseren Zuckerblumen, die wir in den Händen hielten eine Menge los. 🤣 Rush-hour im Dschungel. Da es sich um eine Tagestour von Quito handelte, mussten wir leider zurück, was schade war, weil ich glaube, dass wir in Mindo hätten Spaß haben können.

    Egal. Holen wir ein ander Mal nach.

    Fazit Ecuador: Quito auf jeden Fall überspringen. Sicherheit ist oberstes Gebot. Landschaftlich absolut sehenswert. Wir kommen wieder. Aber erst in ein paar Jahren, wenn sich die soziale Situation im Land beruhigt hat. Auch hier hat die Pandemie Spuren und verarmte Menschen hinterlassen, die plötzlich mit überwältigendem Drogenhandel konfrontiert sind. Es bilden sich Gangs, die Straßen müssen nachts zwingend gemieden werden und ansonsten haben wir nur wenige Menschen erleben dürfen, die fröhlich wirkten.
    Schade, Ecuador und seine Menschen, die außerhalb der Stadt zauberhaft waren, haben mehr verdient als das, was ihre Regierung ihnen jetzt anbietet. 😥

    Ich persönlich muss gestehen, dass mir die Tatsache permanent auf einer Tour in Begleitung eines Guides sein zu müssen, nicht gefällt. Ich will frei und unabhängig sein. Das ist der Grund, warum ich das Reisen so sehr liebe. Diese Grundlage ist aktuell im Land leider nicht gegeben. Abgeschrieben habe ich Ecuador deshalb aber noch nicht. Wir kommen wieder. Irgendwann. 💛

    PS: Nicht dass ihr denkt wir sind völlig naiv dahin gegurkt. In Ecuador wurde Ende März die Gesetzgebung geändert, die es Bürgern erlaubt Waffen zu tragen, um sich gegen Banden schützen zu können. Nicht das dies eigentlich der Job einer Regierung ist und die Bewaffnung von Bürgern meiner Meinung nach alles andere als eine Beruhigung der Situation bedeutet. Am 31. März wurde beim Auswärtigen Amt eine Reisewarnung ausgesprochen. Da war unser Flug aber bereits 14 Tage gebucht (nach vorherigen Check der Situation bei besagter Institution!).
    Wir haben die Warnung erst gesehen, als wir schon im Land waren und vor der Pandemie galt Ecuador als das sicherste Land in Südamerika.
    Für die Menschen vor Ort bleibt zu hoffen, dass es bald wieder so sein wird. Der Weg dahin ist jedoch ein weiter. 💛
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  • Costa Rica - Dschungelcamp lässt grüßen

    22 april 2023, Costa Rica ⋅ ☁️ 19 °C

    Hola zusammen,

    mittlerweile sind wir in Mittelamerika, um genauer zu sein, in Costa Roca angekommen. 🇨🇷 Auf Grund der bereits erwähnten Umstände in Ecuador ging es recht spontan nach San Jose am 14. April.
    Spontan Flüge zu bekommen und trotzdem nicht extrem in die Tasche greifen zu müssen hieß aber auch: Nehmen was kommt!
    Und so kam es, daß wir für eine Distanz, die normalerweise in 2 Stunden Direktflug sprich rund 1800 km Luftlinie machbar ist, 12 Stunden brauchten. Jepp, 12 Stunden. 🤦🏼‍♀️ Es ging von Quito zunächst nach Bogota (Kolumbien) nach Guatemala City (quasi über Costa Rica hinweg!) nach San José (Hauptstadt von Costa Rica). Drei Flüge zum Preis von einem. 🫠 Alter, so viel zum Thema Nachhaltigkeit und statt fünf Bäume nach der Reise zu pflanzen, um unsere persönliche CO2 Bilanz aufzuhübschen, sind es wohl eher zehn oder mehr. Warum das für eine Fluggesellschaft wirtschaftlicher ist, einen Flug teuer anzubieten, als drei Flüge, erschließt sich mir trotz BWL Studium und 12 Jahre Berufserfahrung in der Branche nur bedingt. 🤔 Yield Management? Für die Katz. Aber was sollten wir machen?🤷🏼‍♀️

    In San José angekommen düsten wir mit einem Taxi in unser Air BnB in der Innenstadt und schliefen erstmal kräftig aus. Am nächsten Tag tauchten wir ein, in die bunte Metrople des Landes und waren angenehm überrascht. Die Luft war deutlich sauberer, die Menschen fröhlicher und das rege Treiben auf der Hauptstraße der Altstadt lud tatsächlich zum bummeln und flanieren ein. Sollte das doch noch was werden mit uns und Lateinamerika? 😉 Wir blieben zwei Nächte in der Stadt, um uns zu aklimatisieren und neue Pläne zu schmieden, die dann doch wieder verworfen werden mussten, doch dazu später mehr.😅
    Am 16. April holten wir uns einen Mietwagen und gurkten quer durchs Land an die Küste im Osten, die am Karibischen Meer liegt.
    Dort befindet sich der Cahuita Nationalpark, den wir unbedingt besuchen wollten. Wir buchten eine Unterkunft in der wir drei Nächte verbringen wollten. Da wir beide auf Abenteuer und auf ausgefallene Erlebnisse abfahren, entschieden wir uns für ein Baumhaus im Dschungel. 🥰 Dort zu wohnen war allerdings ein Abenteuer, dass bereits mit der Anreise begann. Nachdem wir nämlich satte vier Stunden über Costa Ricas mäßige Straßen geeiert waren: 40kmh innerorts, 60kmh außerorts und 90kmh auf der "Autobahn", da dauert eine 270km Strecke schonmal vier Stunden oder mehr!🤣, denn ein Schlaglocher jagt das nächste und ist tiefer als das davor, gelangten wir an eine Abzweigung. Und diese Abzweigung hatte es dann richtig in sich. Hier endete nämlich die asphaltierte Straße. Ein Seitenblick auf Simone, die den Fahrerpart übernommen hatte, verriet mir, dass ihre Begeisterung sich in Grenzen hielt. 🤣 Erwähnte ich, dass wir aus Budgetgründen einen Kleinstwagen genommen haben? Wer Lust hat und lachen möchte, sollte bei Google an dieser Stelle dringend: Toyota Aygo eingeben 🤣
    So standen Simone, die Knutschkugel und ich also mitten in der Pampa an einem Schotterweg. Laut Google Maps lag unser Ziel jedoch noch 10km entfernt. Die Zeit lief. Und zwar gegen uns, denn langsam setzte die Dämmerung ein.🌅
    Also bogen wir in den Schotterweg ein und rumpelten von Schlagloch zu Schlagloch, der Weg wurde immer schlechter, Simones Laune ebenfalls. 😂 Irgendwann hieß es dann: " in 200 Metern befindet sich ihr Ziel auf der linken Seite."
    Dummerweise war da aber absolut....NICHTS. GAR NICHTS. Außer Urwald und Bambus war weder ein Haus noch irgendetwas anderes zu sehen. Was tun? Also wieder den ganzen Weg zurück. 🤣 Auf halber Strecke entdeckten wir eine Soda (ein kleines Restaurant) und ich trat ein. Bewaffnet mit meinem schönsten Lächeln und drei Worten spanisch. Eines davon heißt Bier und half hier wenig weiter. 🤣 Nachdem ich mit meiner Google Maps App vor den drei jungen Menschen fuchtelte zeigten alle in die Richtung aus der wir gerade gekommen sind. Dem großen Nichts. Aber sie waren sich einig und ich hatte das Gefühl Worte verstanden zu haben, die 10 Minuten bedeuteten. Also... wendeten wir wieder 🤣 Ich habe gedacht Simone versenkt die Knutschkugel aus Wut im nächsten Graben. Zum Glück gab es ja nichts. Nicht mal einen Graben 🤣 Also tuckerten wir über die Schotterpiste tiefer in den Wald und siehe da, irgendwann entdeckten wir ein Schild mit der Aufschrift: "Finca Valeria Treehouse". Hurra, dachten wir da noch und folgten voller Vorfreude dem Schild und einem Pfeil, der schräg nach unten zeigte...↙️ Was hatte das zu bedeuten?
    Leute, die Zufahrt führte über ein 25 Grad Gefälle, dass gefühlt senkrecht nach unten ging. Und um die Katastrophe perfekt zu machen, haben die Besitzer mit Beton zwei 30cm hohe Reifenspuren in den Weg gegossen. Zum Glück war nichts beleuchtet und es war mittlerweile dunkel wie im .... ihr wisst schon. 🤣
    Ich weiß nicht wie, aber Simone beförderte die Knutschkugel sicher das Gefälle hinab und wir erreichten tatsächlich unsere Unterkunft. 🎉
    Der Checkin erwies sich als ähnlich schwierig wie die Anreise. Unsere Gastgeber waren nämlich Franzosen. Und wisst ihr was das heißt? Erfahrungsgemäß bedeutet dies eine vehemente Verweigerung der englischen Sprache. 😇 Sorry fürs Klischee. Es stellte sich jedoch als wahr heraus. Kein englisch, nur französisch und ein bissel spanisch. Na Bravo. 😂 Und noch eine Frage stellt sich an dieser Stelle?
    Was machen zwei Franzosen mitten im Dschungel?
    Also englisch sprechen schonmal nicht.
    Und wisst ihr was sie dort auch nicht machen??? Kochen!!! Wir kamen in dem verkackten Dschungel nach diesem Höllentrip an und diese zwei Flachpfeifen hatten nichts zu essen.🙃 Aber eine Campküche. Geil... Aber nicht mal ne Instantsuppe hatten die beiden Eierköpfe. 🤬 Ein Fall für hangry Moni. Genau Simone's Ding. 🤣
    Und wisst ihr was das hieß? Ihr ahnt es vielleicht schon. Ja... genau. Wir mussten wieder zurück in die nächste "Stadt". Zum Glück ging die Schotterpiste nur noch 3km in die andere Richtung.😖
    Das französische Dschungelcamp empfahl uns ein Restaurant in 10 Minuten Entfernung. Weil wir weder Bock auf Recherche noch auf Diskussionen hatten, machten Simone, die Knutschkugel und ich uns auf den Weg und rumpelten zu dem besagten Laden.
    Wir gönnten uns einen Salat und Bier. Danach ging es wieder zurück und in unser Baumhaus. 😇 Das Baumhaus an sich war echt cool, hatte jedoch zwei kleine Schönheitsfehler.
    Schönheitsfehler Nr 1: keine Klimaanlage. Erwähnte ich, dass die Temperatur bei rund 30 Grad und die Luftfeuchtigkeit bei ca. 80% lag.
    Simone war sofort begeistert. NICHT.
    Schönheitsfehler Nr. 2: die Toilette befand sich in einem separaten Gebäude am Boden. 😅 Soweit so gut. Allerdings sollte sich Schönheitsfehler Nr. 2 noch als echtes Hindernis erweisen.
    Denn dummerweise habe ich mir in der Restaurantempfehlung eine Lebensmittelvergiftung geholt. 🤢🤮 Blöderweise so massiv, dass ich am 2. Tag unseres Aufenthaltes im Krankenhaus Penicillin und eine Infusion bekommen musste 💩🤦🏼‍♀️ Läuft. Wie Wasser... 😇
    Und wisst ihr was richtig scheiße ist, wenn du ne Lebensmittelvergiftung hast, in einem Baumhaus, wenn das Klo 3 Minuten Fussweg entfernt ist...? Also außer der Dinge, die ich bereits in dem Satz untergebracht habe...ich verrate es euch. Monsunregen. 🌧🌧🌧 Während ich also achtmal aufs Klo musste in der Nacht, wurde ich auch noch drei mal nassgeregnet. Plötzlich fand ich Costa Rica mal kurz besch.... als Ecuador. Im wahrsten Sinne. 🤣
    Aaaaber, nach 48 Stunden ging es mir zum Glück besser und nach 72 Stunden konnte ich wieder etwas anderes zu mir nehmen als Reiscracker, Bananen und Elektrolyte 😇 Durch meinen Ausfall gerieten natürlich unsere Reisepläne in Costa Rica durcheinander und wir mussten noch zwei Tage länger in Cahuita bleiben. Allerdings verließen wir nach den geplanten drei Nächten das französische Dschungelcamp und zogen in ein Apartment, 3km entfernt, mit Klimaanlage. 🥰
    Am vierten Tag nach meinem Ausflug ins Krankenhaus war ich wieder soweit fit, dass wir den angestrebten Nationalpark tatsächlich besuchen konnten.🥰
    Und wir wurden wirklich belohnt. Der Nationalpark liegt direkt am Meer und vereint Dschungel und karibische Traumstrände. Absolut sehenswert 😍 Wir haben während einer Wanderung Waschbären, diverse Affen, Krebse und wundervolle Strände erleben dürfen. Wir waren schwimmen, wanderten durch den geräuschvollen Regenwald und hatten endlich mal einen richtig geilen Tag 🥰 So hatte Cahuita also doch noch ein Happy End für uns parat und wir sind mit Costa Rica wieder im reinen. Endlich. 🥰

    Wie unsere Reise weiterging, wie Simone von einer Katze erschreckt wurde und wie man eine Kaffeeplantage bewirtschaftet, erzähle ich euch beim nächsten Mal. Seid also gespannt und bleibt gesund. 🥰 Und falls euch ein Franzose ein Restaurant empfiehlt... geht woanders hin 🤣😋 Bis bald, la pura vida 🥰
    eure Simone & Svenja
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  • Costa Rica - Pura Vida!!!

    27 april 2023, Costa Rica ⋅ ☀️ 29 °C

    Hola zusammen,

    viele Grüße aus Tamarindo senden wir euch💛. Mittlerweile haben wir Costa Rica mit diversen Stopps einmal durchquert und sind nun am Pazifik angekommen.🔁

    Zeit für ein Zwischenfazit und ein Update für euch. Nachdem wir den Cahuita Nationalpark besucht haben, ging es mit der Knutschkugel in die zentrale Hochebene des Landes in ein Dorf Namens Valley de Orosi. 🥰

    Vom Tourismus noch weitestgehend verschont, ist dieses kleine Juwel eingebettet in die traumhafte Berglandschaft Costa Ricas⛰️. Es gibt Vulkane, Kaffeeplantagen, Rohrzucker und jede Menge Regenwald. 😇 Unsere Unterkunft befand sich in einem Holzhaus nach landestypischer Bauart. Schön anzuschauen, aber unglaublich hellhörig, da die Wände aus Papier und Pferdehaar zu bestehen scheinen 😆😇 Als Simone und ich eines Abends im Bett lagen, bei offenen Fenster, die kühle Abendluft genossen und uns beim Lesen entspannten, ist Simone fast aus dem Bett gefallen vor Schreck, als plötzlich die Katze des Besitzers durch das offene Fenster in unser Zimmer sprang 🤣 So viel zum Thema Dorfidyll 🤣 Den hauseigenen Hahn, wollten wir an beiden Tagen morgens um 5:30 erschlagen. Warum ein Hostalbesitzer einen Hahn 🐓 im Garten wohnen hat, bleibt wohl sein Geheimnis. 🫣🤔

    Am Tag nach unserer Ankunft in Valley de Orosi tourten wir mit der Knutschkugel durch die Gegend auf der Suche nach einer Kaffeeplantage, die es zu besichtigen galt. Die erste, vom Hostal empfohlene Plantage war geschlossen, zum Glück, denn das Schicksal schickte uns an einen anderen Ort. Kurz bei Google nachgeschaut entdeckte ich eine Plantage auf dem Gipfel eines Berges, am anderen Ende des Tales.
    Also rein ins kleine Hustenzuckerl und ab auf den Berg 😅 Wow, was für Steigungen, unser kleiner Spucky pfiff schon fast aus dem letzten Loch und meine Simone fluchte schon das ein oder andere Mal vor lauter Steigungen und noch immer keinem Ziel in Sicht🐯 Irgendwann kamen wir aber oben an und wurden mit einer wundervollen Aussicht, einer fantastischen Plantage und ganz bezaubernden Menschen belohnt. Ana und Mario, beide Rentner, bewirtschaften gemeinsam ein wunderschönes Fleckchen Erde und dabei entsteht völlig nachhaltig und im Einklang mit der Natur: Kaffee ☕️ Wir waren sofort schockverliebt und Simone wollte schon ein Angebot für die Plantage abgeben 🤣🥰

    Wir liefen durch das Kaffeefeld, lauschten gebannt Marios Erklärungen, wie der Kaffee von der Beere am Busch bis in die Kaffeetasse kommt und durften jeden Prozess der Herstellung genau beobachten, bis hin zur Röstung und Verkostung. Ein tolles Erlebnis für alle Sinne 🥰 Absolut genial und empfehlenswert, sogar für Teetrinker wie mich 🤎

    Von Valley ging es mit unserem kleinen Gefährt zum Arenal. Der zweithöchste Vulkan des Landes, ist seit Jahren aktiv und durch seine nahezu perfekte Kegelform besonders malerisch 🌋. Die Landschaft ist satt grün und bietet der Naturvielfalt Costa Ricas viel Raum zur Entfaltung.
    Wusstet ihr, dass 6% der entdeckten Arten in Costa Rica leben? 🥰 Was für eine Vielfalt 🤩 Ich war schon wieder Feuer und Flamme und nur sehr schwer vom Gucker meiner Kamera zu lösen 📸
    Wir schlugen unser Lager für drei Nächte in einem kleinen Bed & Breakfast bestehend aus kleinen Holzhäusern auf, die einen gigantischen Blick auf den Arenal boten. 🥰
    Am ersten Tag galt es den Nationalpark Arenal zu erkunden. Leider ist der Vulkan auf Grund seiner Aktivität nicht zu besteigen und so kann man lediglich die Landschaft drumherum genießen. Die allerdings sehr sehenswert und schön ist.
    Wir unternahmen eine 8 km Wanderung, liefen durch den Regenwald, über Lavafelder und durften wunderbare Tiere, wie Faultiere, Tukane, Eichhörnchen, Leguane etc. entdecken. Was für ein Paradies 🌴🦋🦎🦜🦥
    Am zweiten Tag in der Region ging es zunächst zum Arenal See, den wir jedoch als unspektakulär empfunden haben und so entschieden wir uns zu einem weiteren Dschungel Trek zum La Fortuna Wasserfall. 💧

    Auf Grund seiner Nähe zum Vulkan verfügt was Wasser über eine besondere türkise Farbe, die durch die Mineralien des Vulkans entstehen. Und was das beste daran ist? Das Wasser ist erfrischend kühl und damit eine willkommen Abkühlung nach einer schweißtreibenden Wanderung durch den Regenwald. 🥵

    Anschließend ging es in das gleichnamige Dorf, La Fortuna, dass wir beide durch die chilligen Vibes und die entspannte Atmosphäre sofort mochten. 🥰 Es gab ziemlich coole Gastro, leckeres Essen und alles in allem haben wir uns in La Fortuna sehr wohl gefühlt. 😇 Ein schönes Gefühl willkommen zu sein. Die Menschen sind fröhlich, jeder grüßt jeden und das Leben ist einfach Pura Vida 😍

    Von La Fortuna ging es am 26. April in Richtung Tenorio Nationalpark, etwa 70km von La Fortuna entfernt. Dort haben wir uns für eine Nacht in ein super süßes Bed & Breakfast mit dem naheliegenden Namen La Pina (die Ananas) eingemietet🥰 Die Unterkunft wird von einer Familie aus Guatemala betrieben, die sehr viel Liebe und Herzblut in das Projekt steckt und das merkt man auch. Es gibt eine Chillecke mit acht Hängematten, für mich als Hängematten-Liebhaberin war es Liebe auf den ersten Blick. Es gibt im Garten einen See, an dem viele Vögel nisten, eine namensgebende Ananas Plantage und der Nationalpark Tenorio ist auch nur 10 Minuten Fahrzeit entfernt. 🫶
    Der Nationalpark selbst war leider sehr überlaufen, was uns nicht so gefallen hat. Jedoch war der 2-stündige Trek mit dem dazugehörigen Wasserfall sehr beeindruckend, da auch hier die Mineralien des Tenorio Vulkans das Wasser beeindruckend verfärben. 🏞⛰️ Da jedoch sehr viele Menschen auf dem Trail waren, die mit einer entsprechenden Geräuschkulisse durch den Urwald walzten, haben wir leider keine Wildtiere sehen können. Schade, aber vielleicht beim nächsten Mal.
    Jetzt geht es erstmal für uns an die Pazifikküste an den Strand.🏖
    Wir haben uns hier auf das Urteilsvermögen meiner Freundin Edith verlassen und sind in das Surferparadies Tamarindo aufgebrochen 🥰 Also: Frau Schulz, der Druck ist groß und die Erwartungen riesig🥰😇🤣 Spaß beiseite. 😇 Wir freuen uns nun aufs Meer, bevor es am Montag Richtung San José geht. Dort werden wir noch einen weiteren Nationalpark besuchen, bevor es mit dem nächsten Flug weitergeht. ✈️

    Seid also gespannt und wir lesen uns 🥰 Liebe Grüße, Pura Vida, eure Simone & Svenja 😎
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  • Spanien - Hola Europa

    9 mei 2023, Spanje

    Hola zusammen,

    wie der ein oder andere bereits gemerkt hat, sind wir seit einigen Tagen in Spanien. 😇🇪🇸
    Unser Flug ging am 2. Mai von San José nach Madrid, wo wir vier Tage verbracht haben.😎

    Der 8-stündige nonstop Flug ging ohne größere Zwischenfälle über die Bühne. Das sehr dürftige Platzangebot hat jedoch unseren Schlaf empfindlich gestört, sodass wir nach einem über-Nacht-Flug komplett paniert, um 13:30 in Spanien ankamen.😴 Dort warteten wir etwa 60 Minuten auf unser Gepäck bis es dann mit der U-Bahn quer durch die Stadt zu unserem Air Bnb ging, dass für drei Nächte unser "Zuhause" sein sollte. 🙃
    An der Adresse angekommen, stellten wir die fest, dass die Umgebung auf jeden Fall schön ist, die Anbindung durch die U-Bahn zur Innenstadt super läuft und wir jetzt nur noch ein Bettchen bräuchten und dann die Welt super wäre. Ihr merkt schon, dass ich im Konjunktiv schreibe nehme ich an 😅
    Nach dem Öffnen der Tür, dachten wir noch, das es sich um ein wirklich nettes Apartment handelt.
    Nach dem zweiten Blick stellten wir jedoch fest, dass die Butze nicht sauber ist. Und zwar gar nicht. Der Vormieter, auf Grund des Gestanks ein Raucher, hat scheinbar auch seine Fussnägel im Bad geschnitten. 🤢🤮 Ich erspare euch weitere Details, Simone blickte sich zwei Minuten um, blickte mir tief in die Augen und sagte:"Wir gehen jetzt was Essen und Rioja trinken."
    Ok... ich war eigentlich auf ein Donnerwetter eingestellt⚡️Aber insgesamt zehn Monate zu reisen, verändert einen Menschen.🌞 Miss Monk "betäubte" ihren Reinigungszwang schlichtweg mit zwei Gläser herrlichem Rotwein und schon sah die Welt wieder besser aus🍷🍷
    Nach einer kurzen Grundreinigung nach unserer Rückkehr, einer überfälligen Ladung Wäschewaschen legten wir uns völlig fertig um 23:00 ins Bett und schliefen ein. 😴
    Aber nur um 1:30 morgens putzmunter im Bett zu sitzen und festzustellen, dass der Jetlag uns total im Griff hat.😇🫢😶‍🌫️
    Haltet durch. Um 3:00 war dann wieder einschlafen angesagt.
    Der Plan um 9:00 aufzustehen, ging ebenfalls überhaupt nicht auf und so erkundeten wir Madrid zum ersten Mal am 4. Mai um 12:30. 🫠
    Zeit fürs Mittagessen. Ohne jegliche Erwartungen ging es mit der U-Bahn in die Innenstadt. 🥱
    20 Minuten später kamen wir aus dem Staunen nicht mehr raus. Die Stadt ist der Wahnsinn. Prachtvolle Bauten Reihen sich aneinander und in jeder Ecke gibt es Gastro. Mit Tapas. Und Rotwein. Und dann ist Madrid auch noch schwuler als Sydney 🏳️‍🌈 Es gibt überall Regenbögen und queere Menschen und wir fühlten uns sofort wohl.👩🏽‍🤝‍👩🏼
    Zwei Tage lang, liefen und schlemmten wir uns durch die Stadt.🥰 Sogar meine Miss Beautiful war unsagbar glücklich über das reichhaltige gastronomische, bezahlbare Angebot. 💛 Madrid... es ist nur Zufall, dass wir bei dir gelandet sind, aber du hast zwei neue Fans 💛

    Am 6. Mai holten wir uns einen Mietwagen und düsten ins nahegelegene Toledo. 🥰

    Die Stadt hat 85.000 Einwohner und ist rund eine Stunde von Madrid entfernt. Da die Kleinstadt über einen historischen Kern verfügt und auf einem Hügel erbaut wurde, verfügt sie über einen besonderen Charme und hat unsere Herzen im Sturm erobert. 💛 Nach wie vor befinden wir uns in Toledo, kämpfen noch immer mit dem Jetlag, genießen Spanien jedoch in vollen Zügen.🥰

    In der nächsten Woche geht es nach Andalusien, wo wir uns ein Ferienhaus gemietet haben, das wir nutzen werden, um etwas zur Ruhe zu kommen. Wir haben in den letzten Monaten viele Eindrücke gewonnen, die es zu verarbeiten gilt. Digitales Detox ist angesagt, also bitte nicht wundern, wenn unsere Inhalte auf diversen Medien etwas weniger werden sollten. Außerdem es gilt Entscheidungen für die Zukunft zu treffen. 😎 Schließlich wird die Reise nicht mehr ewig dauern und durch die Inflation hat sich er Reisezeitraum weiter verringert.⌛️
    Wir sahen uns in den letzten Monaten mit der Situation konfrontiert, dass unser Geld gegenüber anderen Währungen stark an Wert verloren hat und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass rund 20% unseres Kapitals durch Wechselkurse verbrannt wurde. 🔥💰
    Was ein Fünftel des Gesamtvolumens bedeutet.
    Sprich: 20% unserer Reise wird nicht wie geplant stattfinden können. 💸👹

    Wir sind aber sehr sehr dankbar für die Zeit, die wir hatten und jetzt auch noch haben werden, denn was wir erleben durften und noch erleben werden, ist ein absolutes Privileg❤️
    Dennoch haben auch bei dieser Reise wieder Mechanismen von außen auf die Planung gewirkt, die wir einfach nicht kontrollieren konnten.🙏
    Wie das Leben einfach oft so spielt 🧘🏼‍♀️

    Wir sind nun erstmal ein wenig raus, wünschen euch eine gute Zeit und wir lesen uns bestimmt wieder, aber es wird ein wenig länger dauern als gewohnt. Macht es gut. 🥰🙏
    Bis bald.

    Eure Simone & Svenja 😎
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  • Andalusien - eine gedankliche Auszeit

    18 juni 2023, Spanje ⋅ ⛅ 28 °C

    Hola zusammen,

    wow, das war während der gesamten Reisezeit, die längste Phase in der ich nicht geschrieben habe. Zumindest nicht in den Blog, sondern eher ins Tagebuch. 😇

    Wir waren im Mai für 14 Tage in einem kleinem Ferienhaus im wunderschönen Iznajar, einem kleinen, verschlafenen Örtchen mitten im Nirgendwo in Andalusien. 🇪🇸

    Es gab nur uns, das kleine Haus, 15 Nachbarn, wovon zehn Hunde und Katzen waren, tausende Olivenbäume, weite Landschaften, ein 8km entferntes Dorf und seeehr viel Ruhe.
    Diese Ruhe brauchten wir auch dringend. 🧘🏼‍♀️🧘🏾‍♀️

    Viele Menschen denken, dass das was wir machen einfach nur ein sehr langer Urlaub ist.

    Die Wahrheit geht jedoch sehr viel tiefer. Eine solche Reise, wie wir sie unternehmen, macht was mit dir als Mensch. Natürlich haben wir jetzt gerade frei. Wie im Urlaub. Aaaaaber es geht bei einer solchen Reise nicht darum am Strand zu liegen, sich zu erholen und Paella statt Schnitzel zu essen.

    Ich empfinde diese Reise nicht nur als Entdeckung mir noch unbekannter Orte, sondern vielmehr auch als Reise zu mir selbst ❤️ Zu uns selbst ❤️ Ich habe in den zwölf Monaten, die diese Tour gesamt angedauert hat, sehr viel mehr über mich gelernt, als in den 38 Jahren davor. Und über Simone habe ich mehr gelernt als 5 Jahre vor der Weltreise. 🤣
    Wir sind definitiv noch weiter zusammengewachsen. Wenn man als Paar 24/7 zusammen ist und auch noch extremen Situationen ausgesetzt ist, dann hat das auch Auswirkungen auf eine Partnerschaft.
    Klar, wird auch mal diskutiert und natürlich ist man auch nicht immer einer Meinung. Aber wir haben definitiv gelernt noch mehr aufeinander einzugehen, miteinander und auch aneinander zu wachsen🌱☘️🍀 Selbst größer zu werden. Noch mehr dem anderen zuzuhören. Da zu sein. Aufeinander aufzupassen. Kompromisse zu finden. Konflikte zu lösen. Und vor allem wahnsinnig viel Spaß zu haben und Erlebnisse zu teilen ❤️ Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie dankbar ich dafür bin 🙏

    Ich persönlich bin auf jeden Fall ruhiger geworden. Ausgeglichener. Mehr bei mir selbst. Ich habe viel darüber gelernt was ich möchte. Noch mehr darüber was ich nicht möchte. Ich denke Simone geht es ähnlich.
    All diese Erkenntnisse, Eindrücke, Bilder, neue Kulturen, neue Geschmäcker, Gerüche, Landschaften, Menschen und Bilder galt es zunächst im Kopf zu sortieren und zu verarbeiten.
    Wow, was für ein Prozess. Mal wieder zur Ruhe zu kommen.
    Wenn du über sechs Monate am Stück im Durchschnitt alle drei Tage den Ort wechselst, dann kann dich das schon mal überfordern.
    Es ist aber auch unglaublich bereichernd, abwechslungsreich und inspirierend. 🙏

    Unsere Zeit in Iznajar war unglaublich wertvoll, denn sie gab uns die Gelegenheit uns und die Reisezeit zu reflektieren und herauszufinden wie wir unsere Zukunft gestalten möchten. 👣👣

    Wir wissen jetzt auf jeden Fall mehr darüber: Wir wollen frei sein. Am liebsten ortsunabhängig arbeiten. In der Nähe vom Wasser leben. 🌊 Bevorzugt an einem Ort, der uns einen kleinen Garten für viel Ruhe, Yoga und Entspannung bietet.
    Kein höher, schneller, weiter. 🔴
    Lieber weniger, ruhiger und freier.🟢

    Und so starteten wir in unsere Selbstfindung und dazu gehört natürlich auch die Jobsuche.

    Lange Rede, kurzer Sinn: wir haben Bewerbungen geschrieben, hatten jeder rund 7 Gespräche und sind Job technisch ab dem 1. September wieder fest im Sattel.🦄
    Wahrscheinlich ortsunabhängig.
    Nichtsdestotrotz wird es eine Basis geben 😇

    Wo genau steht noch nicht fest. Wahrscheinlich im Norden von Deutschland. In der Nähe vom Meer🌊. Me(e)hr wissen wir noch nicht. Aber es wird sich ergeben. So viel ist schon sicher🌅.

    Zukunftspläne gibt es viele. Reisen gehört übrigens auch dazu. Aber keine Sorge. Es werden Urlaube sein. Zumindest was den zeitlichen Rahmen angeht. 🤣
    Unsere Form des Reisens wird immer eine abenteuerliche sein, denn das Abenteuer und das Unbekannte zu entdecken, entfacht dieses unbeschreiblich süchtig machende Gefühl von Freiheit in uns. Dann fühlen wir uns unglaublich lebendig.🥰 Mittlerweile ist es Teil unserer Identität 🌍

    Und wie war Iznajar jetzt als Ort, außer diesen Erleuchtungen? 🤣
    Wunderschön😇. Ich war vor einigen Jahr schonmal mit meiner Mama hier und habe mich damals in dieses kleine Fleckchen Erde verliebt und mir war klar, dass es Simone auch so gehen könnte. Mein Plan ging auf. 🥰
    Wir erkundeten Städte wie Cordoba und Granada, standen ohne Ticketreservierung vor der weltberühmten Alhambra... achso... ne das stimmt nicht ganz...😉 Wir sind 90 km durch die Pampa nach Granada gefahren, haben ein 8 Euro Parkticket gezogen, um am Eingang festzustellen, dass man ein vorab-online-Ticket benötigt, dass wir nicht hatten und welches auch für die nächsten 14 Tage vergriffen war. Blöd. 🙈 Also keine Alhambra. Aber der Parkplatz ließ vermuten, dass es bestimmt cool gewesen wäre 🤣

    Wir waren in Ronda, dem größten der weißen Dörfer in Andalusien und schauten vom Felsplateau, auf dem sich der Ort befindet, in eine beeindruckende Schlucht, genossen den weiten Ausblick, aßen Tapas und zwar fast jeden Tag. Tranken Rioja in Nerja am Strand, schlenderten durch die Gassen Malagas auf den Spuren von Picasso und fuhren auf eine Portion Fish & Chips nach England bzw. Gibraltar 🇬🇧 God save the... attention... King. 🇬🇧 Total ungewohnt. Geht's euch auch so? Aber das ist ein anderes Thema 😋

    Während Simone in Gibraltar einen Kaffee trank, hatte ich im Café ein erstes online Vorstellungsgespräch 🤣 . War auf jeden Fall auch mal eine Erfahrung. In Flip-Flops und Tanktop und Cappy 😇

    Wow, was hatten wir eine geile und außergewöhnliche Zeit? 🥰

    Nach 14 Tagen in Andalusien fuhren wir mit dem Mietwagen nach Sevilla und erkundeten für drei Tage eine zauberhafte Stadt. Mega. Die Architektur ist atemberaubend, es gibt fantastische Gärten und Parks, wir haben uns durch die kulinarische Vielfalt der Stadt geschlemmt und waren wirklich begeistert. Sevilla würde ich jeder Zeit wieder besuchen und die geplanten drei Tage waren eindeutig zu wenig, weil die Stadt wirklich viel zu bieten hat. U-Bahn fahren ist super günstig, es gibt an jeder Ecke super nette Lokale, die mega leckeres Essen anbieten, ganz zu schweigen vom Wein. Ich weiß nicht wie viel Manchego Käse ich gegessen habe, aber ich habe immer noch nicht die Schnauze voll von dem Zeug 🥰 Lecker. Kääääääse. Mit Rotwein. Oktopus. Calamares. Oliven. Iberico Schinken. Wir waren im Kulinarik Himmel.🥰 Simone lief nur noch mit einem Dauer-Grinsen durch die Gegend. Vorbei war die Zeit in der es hieß: "I mog nimmer." Ab jetzt hieß es nur noch" I will mehr davon." Prost 🥰🤣🍷🧀

    Am 29. Mai ging es mit dem Flixbus nach Albufeira in Portugal. 🇵🇹

    Aber davon erzähle ich euch beim nächsten Mal. Und es wird nicht wieder sieben Wochen dauern. Versprochen ✌️🤞🤣

    Passt auf euch auf. Bis bald. 🥰
    Simone & Svenja 😎😎
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  • Portugal - schön, aber ohne Surfvibe

    24 juni 2023, Duitsland ⋅ ☀️ 25 °C

    Ola zusammen,

    wie versprochen müsst ihr dieses mal nicht so lange auf den nächsten Bericht warten.

    Nachdem wir Ende Mai in Sevilla waren, ging es mit dem Flixbus über die Grenze ins benachbarte Portgual. Die dreistündige Fahrt war überraschend ereignislos und entspannt. 😴
    In Albufeira angekommen, stellten wir fest, dass diese lebhafte Altstadt an der Algarve überraschend viel zu bieten hat.🤩
    Der weitläufige Strand ist durchaus schön, das Wasser eiskalt, die Kopfsteinpflastergassen versprühen unglaublichen Charme und die Gastro ist vielseitig. Kurz gesagt, wir haben uns direkt wohl gefühlt. 😝
    Um möglichst viel von der Algarve zu sehen, haben wir uns einen Mietwagen genommen und sind die Küste entlang gefahren.
    Das war der absolute Hammer. Wir haben einfach an jedem Strand der uns gefiel angehalten, sind schwimmen gegangen und haben uns die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. 🌞 Herrlich.😎

    Von der Algarve ging es quer durch Portugal nach Nazaré. Das Surfermekka ist bekannt für die Big Waves. Im Herbst und Winter entstehen hier bis zu 25m hohe Wellen. 🌊 Das ehemalige Fischerdorf ist sehr ruhig, verfügt über zwei gewaltige Strände und hat uns sehr viel Ruhe gespendet. Hätte der Nachbar unserer Unterkunft nicht einen kleinen, unerzogenen Hund gehabt, der zu allen Zeiten des Tages in einer Mickey Maus gleichen Stimme durch die Gegend kläffte, hätten wir eine ruhige Zeit gehabt.
    Dann halt Yoga auf der Dachterrasse mit Ohrstöpseln. 🤣 Not macht ja bekanntlich erfinderisch. 🧘🏼

    Auf einer Klippe zwischen den beiden Stränden von Nazaré befindet sich ein Leuchtturm und ein kleines Museum, in dem diverse Surfboards von Big Wafe SurferInnen ausgestellt sind.
    Angefixt vom Surfen wollten wir ebenfalls unbedingt aufs Wasser.🏄🏼‍♀️🏄🏾‍♀️
    Leider sind mehrere Surfversuche buchstäblich ins Wasser gefallen.
    Wir waren bei einigen Surfschulen, um Stunden zu nehmen, aber leider waren die Leute entweder unfreundlich, unmotiviert, die Kurse völlig überteuert oder einfach so kompliziert einen Termin auszumachen, dass wir tatsächlich nicht surfen waren. Fand ich total schade, aber irgendwann hat mich die Fragerei echt genervt, genauso wie solche Aussagen: "Du musst einen Tag vorher buchen und bezahlen."
    "Und was ist wenn es regnet, dass Wetter für morgen ist unbeständig angesagt?"
    Antwort: Schulterzucken.

    Was will man da noch machen? So ging das leider immer wieder. Nach dem insgesamt fünften Versuch haben wir aufgegeben.

    Dann fliegen wir halt nochmal nach Bali. Passt mir eh gut 🤣🥰

    Der Surfvibe kam in Portugal tatsächlich nicht so rüber fand ich.
    Kulturell ist Portugal wirklich schön, landschaftlich ebenfalls, aber gastronomisch und surftechnisch waren wir eher enttäuscht und das Lebensgefühl kam einfach nicht so rüber. Kein Vergleich zu Australien. 💙

    Nichtsdestotrotz hatten wir in Nazaré eine schöne Zeit, haben viele Dörfer besucht, die berühmte Fatima Kirche besichtigt und zwei Lichter entzündet, in Obidos Simone's Geldbeutel verloren und ohne Bargeld wiedergefunden 🙄🤮, diverse Kirchen und Klöster besucht, Sonnenuntergänge am Strand betrachtet und auch einfach mal am Strand gelegen😇.

    Von Nazaré ging es weiter rauf in den Norden des Landes.

    Im weltberühmten Douro Valley, dem bekanntesten Portweinanbaugebiet der Welt, war unsere nächste Station geplant. 😁🍷

    Die atemberaubende Landschaft entschädigte uns beinahe vollständig dafür, dass wir mit unserer Unterkunft leider Vollgas ins Klo gegriffen haben. 🤣 Gemäß dem Motto: außen hui, von innen pfui.🙄
    Das kleine Apartment verfügte über zwei kleine Schlafzimmer, eine dürftige ausgestattete Wohnküche und ein Badezimmer. Im kleineren der beiden Schlafzimmer, wo wir unsere Kleidung lagerten und andere Reisende ihre Kinder unterbringen würden, entdeckten wir nach einigen Tagen Schimmel. 🤢🤮 Unsere Klamotten waren durchgehend feucht und in der gesamten Bude gab es ein Fenster, das jedoch in die Haustür eingebaut war und nicht zu kippen ging. Geil. Nicht.
    Das die Wohnung feucht ist entdeckten wir am dritten Tag, den Schimmel am vierten, zwei Tage später reisten wir ab und waren halt nur zum Schlafen dort. 😴 In dem Zimmer in dem wir schliefen gab es zum Glück keinen Schimmel und die Landschaft um uns herum hatte soviel zu bieten, so dass wir nur so wenig wie nötig in der Muffbude waren. Was wäre eine Reise ohne Unterkunftskatastrophe. 🤣 Wir sind aber eh sehr oft richtig gut untergekommen, also einmal musste es aus statistischen Gründen schon daneben gehen. 🤣😉

    Im Douro Valley machten wir zwei Weinproben, gingen im Douro schwimmen, fuhren einen Tag in die Stadt Porto, die uns super gut gefallen hat und genossen einfach die Dörfer und Natur um uns herum. 😇

    Nach einer Woche ging es dann nach Lissabon.
    Portugals Hauptstadt zeigte sich wettertechnisch von seiner schönsten Seite. Wir erkundeten eine leider sehr überfüllte Altstadt, die auf Grund ihrer Lage, sehr an das auf und ab in San Francisco erinnerte, chillten am Pier in einer Bar, bei herrlichstem Sonnenschein, flanierten durch Gassen, stiegen auf Aussichtsterrassen mit mega Panoramablicken über die Stadt und genossen die kulinarische Vielfalt der Stadt.
    Nach drei Tagen unternahmen wir eine Bootstour, die es uns ermöglichte, Delfine zu beobachten, welche in der Bucht von Lissabon leben. Die Touren sind darauf aus, die Tiere nicht zu stören, so ist immer ein Mindestabstand von 30 bis 100m zu den Tieren einzuhalten. Die Delfine fanden die Boote aber durchaus interessant, so dass sie von sich aus, den Booten näher kamen und aus dem Wasser sprangen und spielten.🐬 Wir entschieden uns bewusst für einen Anbieter, der den Erlös in die Erforschung der Tiere steckt. Wenn ihr den Typen gesehen hättet, der unser Boot gesteuert hat, dann wären euch alle Zweifel an der Richtigkeit dieses guten Zwecks vergangen. Ein Delfin Nerd sozusagen, der über sehr viel Wissen verfügte und die Tour zu einem sehr unhaltsamen Erlebnis🐬 "Delfinitiv" eines unserer Portgual Highlights 🤣😇. Sorry aber den konnte ich nicht auslassen 🤣

    Und wie das ganze Abenteuer weiterging erzähle ich euch beim nächsten Mal.

    Bis bald.
    Eure Simone & Svenja 😎
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